Musicattack

Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist

Beiträge vom: August, 2010

Dienstagabend, den 24.08.2010. Tatort: die Zitadelle in Berlin. Opfer: Alle, die nicht in der Zitadelle waren, denn die Täter waren keine geringeren als die Queens Of The Stone Age. Und wieder einmal haben Josh Homme und Co. bewiesen, was sie auf dem Kasten haben.

Am frühen Abend öffnet die Zitadelle für rund 8.500 QOTSA-Fans ihre Tore. Pünktlich startet das Vorprogramm mit Alain Johannes, dem jedoch kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Bei seiner eher ruhigen, unauffälligen Tracklist fragen sich tatsächlich einige, was dieser Musiker bei QOTSA zu suchen hat. Doch seine Biografie gibt schnell Antwort: Alain hat an einigen Alben bei Queens Of The Stone Age mitgewirkt und war mit den Jungs schon 2005 auf Tour. Als er am gestrigen Abend dann die Bühne für den Hauptact freigibt, drängen sich die Massen nach vorn.

Anders als die meisten Rock-Bands haben die Queens Of The Stone Age kein großes Tamtam nötig. Die Show ist einfach: keine aufwendige Licht- und Lasershow, keine Spezialeffekte, keine Überraschungen. Lange überflüssige „You are the best“-Ansagen von Josh wurden ebenso wenig vermisst, wie     [...mehr]


Kaum eine andere Band liefert so viele Konzerte ab wie die Beatsteaks. Mittlerweile ausverkaufte große Hallen gehören zum Tourprogramm der Berliner.

Armin Teutoburg-Weiß by ydnammmm©Flickr

Die auch liebevoll genannten Beatbuletten gehen ab März kommenden Jahres wieder auf Tour. Am 2. März 2011 starten sie im Saarbrückener E-Werk und geben am 11. Juni 2011 ihr Heimspiel in der Berliner Wuhlheide.

Seit nunmehr 1995 existiert die Band um Peter Baumann (Gitarre), Armin Teutoburg-Weiß (Gesang, Gitarre), Bernd Kutzke (Gitarre), Thomas Götz (Schlagzeug) und Torsten Scholz (Bass).

Bandgeschichte

1996 gewann die Band im Berliner SO36 einen Bandcontest und durfte daraufhin als Vorband der    [...mehr]


Diese Nachricht kursiert ja nun schon seit Wochen in den Medien. Wyclef Jean möchte Präsident von Haiti werden. Die Bewerbung ist amtlich – doch jetzt– lange bevor irgendeine Entscheidung gefallen ist – muss er schon um sein Leben bangen.

Wyclef Jean – als Musiker kennt ihn wohl jeder. Damals, mit den Fugees bekannt geworden, arbeitete Wyclef bis heute als Produzent und Songwriter an verschiedensten Projekten. Die Liste der Künstler, mit denen er zusammengearbeitet hat, liest sich wie ein Fünf-Sterne-Line-Up: Destiny´s Child, Whitney Houston, Mick Jagger, The Black Eyed Peas oder Carlos Santana. Dafür, dass er eigentlich aus der Hip-Hop-Ecke kommt, hat der Rapper ziemlich viel im Pop mitgemischt.

Doch das alles reicht Wyclef Jean noch lange nicht. Nun möchte er     [...mehr]


Mastermind Mark Oliver Everett und seine Band Eels haben das Unmögliche möglich gemacht. Nach dem das letzte Album erst im Januar diesen Jahres erschienen ist, kommt nun der nächste Geniestreich der großartigen Band.

1992 bringt der in Amerika beheimatete Everett, auch „E” genannt, sein erstes Album „A Man called E” heraus. Nur ein Jahr später erscheint das zweite Album mit dem Titel „Broken Toy stop“, das sich allerdings schlecht verkauft und Everett daraufhin sogar seinen Plattenvertrag verliert. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten trifft er 1995 auf Tommy Walters und Jonathan Norton und die Eels sind geboren. Es dauert auch nicht mehr lange, und die Band war bei Steven Spielbergs Firma DreamWorks unter Vertrag.
Das Debütalbum „Beautiful Freak” verkauft sich über eine Million Mal und sorgt für große Begeisterung bei Fans und Kritikern. Durch das außergewöhnliche Cover des Albums, auf dem sich ein Mädchen mit überdimensional großen Augen befindet, wird der Regisseur Wim Wenders

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Westbam bekundet seine Liebe zur Loveparade. Auf drei CDs gibt es die volle Ladung Westbam, mit der du sage und schreibe 8 Stunden und 51 Minuten versorgt bist.

 

Maximilian Lenz alias Westbam ist wohl DIE Koryphäe der Loveparade. Bevor es zu dem schrecklichen Unglück der diesjährigen Loveparade kam, hatte er schon angekündigt, dass dies seine letzte Rave-Party sein wird. Damit bekommt sein persönlicher Schlussstrich gleich eine viel größere Bedeutung. Dass seine letzte Loveparade ein großer Abgang wird war klar. Doch, dass es vielleicht die letzte Loveparade überhaupt werden würde, hatte er weder geahnt, noch gewollt.

Eigenen Aussagen zufolge, gab es zwischen Westbam und der Loveparade quasi eine Liebesbeziehung. Klar, eine Rave-Party ohne Westbam konnte man sich auch gar nicht vorstellen – er prägte die Techno-Szene und damit auch die Loveparade entscheidend mit.

Nun blickt er auf 21 Jahre Loveparade zurück und     [...mehr]


Die siebenköpfige kanadische Band Arcade Fire, um das Pärchen Win Butler und Régine Chassagne, begeben sich mit ihrem dritten Werk Suburbs zurück in die Vergangenheit. Doch bei ihrer Reise in ihre alten Heimatorte, in denen sie ach so glückliche Kindertage verbrachten, weicht der hohen Erwartung an Kindheitserinnerungen schnell fade Nüchternheit.

Seit dem 30. Juli 2010 ist das dritte Album der Kanadier in den Plattenläden – und was ist drauf? Die Erwartungen an Arcade Fire sind groß. Dem pompösen Debüt Funeral von 2004, folgte drei Jahre später ein schwermütiger Longplayer, in dem der Unmut über Bushs zweite Amtszeit selbst mit Ohrenklappen nicht zu überhören wäre.

Nach einer kräftezehrenden Welttournee, macht sich bei den Kanadiern der Wunsch nach der Heimat breit. Doch was in den Erinnerungen noch so friedlich und herzerwärmend wirkte, scheint beim heutigen Anblick pure Phantasie gewesen zu sein. Die Vororte zeigen sich in einem völlig anderen Bild –     [...mehr]