Seit Freitag, den 12. März 2010 steht die zweite Scheibe „A Curious Thing“ von Amy MacDonald in allen deutschen Plattenläden. Doch wird sie den Weg aus dem Laden überhaupt schaffen? Wenn es nach mir ginge – nein. Ich denke, du kannst dir den Kauf von „A Curious Thing“ tatsächlich sparen. Ich sag dir auch warum:

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Rein theoretisch hätte das ein super Album werden müssen, denn Amy MacDonald hatte Unterstützung von Paul Weller. Mit Ihrem ersten Album „This is Life“ hatte sie ja als Support bei Weller spielen dürfen. Er war wohl schwer begeistert und bot sich daraufhin an, ihr bei der nächsten Platte mit Bass und Gitarre zur Verfügung zu stehen. Gesagt, getan! Nun, die Erwartungen, die man daraufhin an das zweite Album setzte, wurden leider enttäuscht.

Schon die erste SingleDon´t Tell Me That It´s Over“ lässt vermuten, dass der Rest der Platte anders wird als Ihr Debüt. Vom Singer/Songwriter Sound hat sie sich weit entfernt. Bei den ersten Takten dachte ich noch „ja, das klingt interessant“, doch dann fängt sie an zu singen und schrammelt was das Zeug hält zeitgleich auf ihren Stahlseiten rum. Mit dem Einsatz der Streicher und dem verhallten Sound ist es dann aber wirklich genug des Guten. Alles viel zu überladen und ihre außergewöhnliche Stimme geht in dieser übermäßigen Pop-Produktion einfach mal unter. Und genauso geht es auch weiter.

Die Texte sind zudem nur halbherzig runtergeschrieben und schon tausendmal gehört. Die Liebe und das Leben – Langweilig!!! Kommt auch nicht wirklich authentisch und ehrlich rüber. Aber das ist wohl mein persönlicher Eindruck. Scheinbar hat sie auch mit ihrem – ach so schlimmen – Star-Status zu kämpfen und berichtet wirres Zeug über die Musikbranche – „Somewhere out there’s a dream that’s not forgotten / But this world is never stopping for me.“ Es hat Amy wahrlich hart getroffen – da möchte man ihr gleich ein Taschentuch reichen. Paul Wellers Einsatz und Rettung sucht man leider auch fast vergebens. Lediglich zwei mickrige Parts, die ganz dezent im Background dudeln, hat er beigesteuert.

Alles in allem lohnt sich die Anschaffung von „A Curious Thing“ wirklich nicht. Amy MacDonald gehört einfach zu einer schlichten Gitarre – nur so kommt ihre eindrucksvolle Stimme auch zur Geltung. Diese pompöse Instrumental-Besetzung mit dieser aalglatten Produktion passt einfach überhaupt nicht und ödet einen spätestens nach dem dritten Song an.

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