Mariokart vs Kettcar – wie das beides zusammenpasst? Ist doch ganz klar – Adolar! Die Band Adolar hat nämlich einen ihrer bisher bekanntesten Songs so getauft. Noch nie von denen gehört? Ab in die Ecke.

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Adolar – einige haben da vielleicht noch den kleinen Jungen aus der ungarischen Zeichentrickserie Adolars phantastische Abendteuer im Kopf, die zu DDR-Zeiten sehr beliebt war. Jetzt sind Adolar aber Tom (24) Frank (24) Jan (25) und Micha (26), die irgendwie 2008 zueinander gefunden haben, weil sie alle eine Leidenschaft teilen – nämlich die Musik.

Abgesehen von Tom, der schon seinen Bachelor in Musikwissenschaft in der Tasche hat, drücken die 4 Jungs nebenbei noch fleißig die Studienbank. Doch wenn man sich die Tourdaten von Adolar anschaut, fragt man sich ernsthaft, wann und wie die Jungs eigentlich noch zum Büffeln kommen wollen. Aber wenn es mit Adolar so weiter geht – nämlich steil nach oben – braucht wohl keiner der Vier noch ein Studium.

Dass Adolar beim independent Plattenlabel unterm durchschnitt unter gekommen sind, war auch ein echter Glücksfall. Andreas Wildner wurde auf die Demos von Myspace aufmerksam und hat Adolar kurzerhand angeboten die Platte Planet Rapidia zu veröffentlichen. Seit 05. März 2010 ist nun auch ihr Debütalbum Adolar – Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre auf dem Markt. Mittendrin und eigentlich immer touren die Jungs quer durch Deutschland. Selbst wenn nur mickrige 20 Leute dort stehen, ist das Live-Erlebnis eines der schönsten Dinge, wie Frank verriet. Allein zu sehen, wie so viele Fans schon die ganzen Texte mitsingen können, ein unglaubliches Gefühl!

Die Songs von Adolar entstehen übrigens durch viel Bastelei gemeinsam im Proberaum. Da kommt einer mit einem coolen Beat oder einer neuen Melodie und dann wird rumprobiert, diskutiert, viel geraucht. Der Song, der dann dabei rauskommt ist dann auch zu 100 Prozent Adolar. Sprich, jeder bringt seinen persönlichen Musikgeschmack mit ein – also ein Quäntchen Hip Hop Beat, ein paar große Löffel Indie, dann ihr und da ein paar Orgeln, Chöre oder 80er-Effekte aus dem Synthesizer. Volá – fertig ist der Adolar-Sound. Wie die Jungs selbst sagen, bewegt sich ihre Musik immer zwischen Indie, Punk, Alternative, Post, Hardcore, Pop und Emo.

Um die Lyriken kümmert sich meist Tom, der Sänger der Band. Niedergeschrieben werden persönliche Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart, Träumereien oder Probleme des Erwachsenwerdens. Manchmal ist der Ton, den Tom dabei anschlägt, traurig, wütend, dann wieder verträumt oder unbeschwert. So bewegt er sich immer irgendwo zwischen Poesie, Pathos, Minimalismus oder ganz banalen Lyriken.

Wo der Zug von Adolar hinführt, das wird die Zukunft zeigen. Die Jungs möchten aber definitiv weiter auf Tour gehen, ein Album nach dem anderen produzieren dürfen – also einfach Musik machen, denn „für uns ist die Musik das, was uns ausmacht, was wir am besten können“! Gute Idee!