Der Berlin Festival Freitag wurde in diesem Jahr von James Blake auf der Main Stage eröffnet und fand auf eben dieser sein Ende gegen Mitternacht mit Suede.  Was dazwischen alles passierte und welche Highlights der Freitag zu bieten hatte, erfahrt ihr hier.


Zu den Highlights des Festival Freitags gehörten in diesem Jahr mit Sicherheit The Drums, Clap Your Hands Say Yeah und die Altrocker von Primal Scream. Auch Suede präsentierten ein gekonntes Best-of-20-Jahre Bandgeschichte. Weiterhin legte Ex- Port- O’Brien-Frontmann Van Pierszalowski mit seiner neuen Band WATERS eine solide Show hin.

WATERS auf dem Berlin Festival 2011

Nachdem James Blake auf der Main Stage das Hauptstadt-Festival um 14 Uhr eröffnet hatte, ging es um 15 Uhr im Hangar 4 mit WATERS weiter. Lauter und selbstbewusster als man es von Van Pierszalowskis ehemaliger Band Port O’Brien gewohnt war, trat sein neues Projekt auf der Berlin Festival Bühne in Erscheinung. Pünktlich zum Festival-Freitag veröffentliche die Band  außerdem ihr erstes Album, das den Namen „Out In The Light“ trägt und in Oslo aufgezeichnet wurde. Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gaben sich WATERS die Ehre auf einem deutschen Festival zu spielen. Nachdem das Immergut 2011 sozusagen als Probebühne genutzt wurde, waren sie nun auch auf dem Berlin Festival live zu erleben. Und das konnte sich sehen und hören lassen!

Austra auf dem Berlin Festival 2011

Um 15.30 Uhr ging es auch schon mit Austra auf der Hauptbühne weiter. Die hippen Kanadier begeisterten das Publikum mit New Wave Hymnen wie „Lose It“. Frontsängerin Katie Stelmanis überzeugte mit glasklarer Stimme, übertrieb es bei der Bühnenshow allerdings ein wenig mit ihrem nahezu künstlich aufgesetzten Armgeschaukel. Trotzdem: eine solide und durchaus bemerkenswerte Vorstellung!

The Rapture

Nachdem 2006er Album “Pieces of the People We Love” melden sich The Rapture 2011 mit ihrem dritten Longplayer “In the Grace of Your Love” zurück. Kurz nachdem die drei New Yorker ihre Platte auf den Markt geworfen haben, durften sie es auch schon auf der Berlin Festival  Bühne präsentieren und zeigten sich nach eigenen Angaben sogar überrascht über die große Menge an Fans, die sich bereits so zeitig an diesem Freitag auf dem Festivalgelände eingefunden hatten. Mit ihrem durchaus tanzbarem Post-Punk brachten sie die Menge im Schoße des Flughafen Tempelhof wahrscheinlich zum ersten Mal an diesem Wochenende so richtig zum Kochen.

The Drums auf der Main Stage


Auch für die Jungs von The Drums fiel das Veröffentlichungsdatum ihres neuen Albums mit ihrem Auftritt beim Berlin Festival 2011 zusammen und so konnten die drei Musiker aus Brooklyn neben bereits erprobten Songs wie „Let’s Go Surfing“ auch die Wirkung ihrer neuen Stücke auf das Publikum abchecken. Optisch bot das Trio, das sich erst vergangenen Herbst vom zweiten Gitarristen Adam Kessler trennte, einen sehr ästhetischen Anblick – ein Traum in Senfgelb und Bordeaux. Ihre gut gelaunten Indie-Pop-Hits im Beach-Boys-Surfer-Style ließen die Sonne am trüben Himmel über dem Tempelhof aufgehen. Definitiv ein Highlight des Festival-Freitags!

Clap Your Hands Say Yeah im Hangar 4

Nach fast 4 Jahren Pause kehrten auch Clap Your Hands Say Yeah zurück auf deutsche Bühnen und präsentierten ihr neues Album „Hysterical“, das ebenfalls am 09. September erschien, im Hangar 4 des Berlin Festival. Bildet die markante, sich häufig überschlagende Stimme von Sänger Alec Ounthworth auch immer noch den Mittelpunkt der Clap Your Hands Songs, so erscheint das Songwriting doch deutlich glatter, bodenständiger und weniger experimentell als noch auf dem selbstbetitelten Debüt 2005. Trotzdem: für die meisten Festivalbesucher ein herzliches Wiedersehen mit alten Freunden!

Primal Scream und Suede

Zum 20jährigen Jubiläum des 1991 erstmals erschienenen Longplayers „Screamadelica“ veröffentlichten Primal Scream nicht nur eine Neuauflage des Tonträgers sondern auch eine zugehörige Live-DVD. Dass es die Alt-Rocker der bereits Ende der 80er gegründeten Band immer noch drauf haben, bewiesen sie einmal mehr nun auch am Freitagabend des Berlin Festivals. Ab 23 Uhr folgten den rockenden Schotten die velourslederbeschuhten Suede und ließen den ersten Festivaltag mit ihrem Best-Of-Britpop-Set gebührend ausklingen.

Noch nicht genug in Festival-Impressionen geschwelgt? Dann könnt ihr hier noch weitere Fotos vom Festival-Freitag bestaunen. Viel Spaß!