Musicattack
Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist
» Techno
Wer bisher nicht in den Genuss gekommen ist Bonaparte live zu erleben, bekommt nun eine neue Chance. Die Jungs sind ab August 2010 bis in den November hinein in zahlreichen deutschen Clubs unterwegs! Eine Show, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Um die Band Bonaparte treffend zu beschreiben und ihr damit auch gerecht zu werden, braucht es schon einige Superlative. Crazy, verrückt, abgedreht, durchgeknallt – um all diese Begriffe kommt man bei Bonaparte einfach nicht herum.
Abgefahren geht es schon bei den Mitgliedern los: Bonaparte besteht aus acht Leuten, die aus acht verschiedenen Ländern der Welt kommen. Von dem Schweizer Tobias Jundt 2006 in die Hände genommen, wurden ebenso durchgeknallte Vagabunden aus [...mehr]
Sound of Berlin ist eine Compilation, die regelmäßig erscheint. Die achte Auflage erscheint am 13. August 2010 und bietet dem Hörer feinsten House, Electro, Minimal und Techno.
Electro-Hauptstadt Berlin – ihr Sound ist unverwechselbar. So unterschiedlich wie die Musik ist auch die Compilation „Sound of Berlin“, die bereits in der 8. Auflage erscheint. [...mehr]
Wem der Name Stromae noch immer kein Begriff ist, hat wohl sich wohl in den letzten 3 Monaten im Urwald - ohne Radio und TV – aufgehalten. Die erste Single Alors On Danse lief in den Medien rauf und runter – zu Recht, wie ich finde. Nun ist das dazugehörige Debüt-Album Cheese auf dem Markt.
Hinter dem Namen Stromae steckt Paul van Haver, der in Brüssel geboren und ist Sohn eines ruandischen Vaters und einer belgischen Mutter ist. Mit zarten elf Jahren widmet er sich erstmals der Musik und erlernt nicht nur Schlagzeug, sondern auch Klavier. Vor zehn Jahren findet er den Zugang zum Rap und probiert sich gemeinsam mit anderen Hip Hop Künstlern an verschiedenen Projekten. Das ist auch die Zeit, in der er sich den Namen Stromae gibt. Übrigens nur seine zweite Wahl, da Maestro schon vergeben war, verdrehte er die Buchstaben einfach zu Stromae – so bleibt es irgendwie Maestro.
2009 macht er im Internet auf sich aufmerksam. Viele Videos [...mehr]
Bloc Party braucht eine Pause – doch Kele Okereke denkt gar nicht erst dran! Also begibt er sich als Solokünstler auf neues Terrain. Die erste Single Tenderoni zeigt, in welchen Musikstil sich Kele vorwagt.
Zusammen mit Bloc Party eroberte Kele Okereke in Windeseile den Musikmarkt. Auch kein Wunder: feinster Indie-Rock gemixt mit seiner unverkennbaren Stimme und einem guten Händchen für gute Rocknummern mussten ja funktionieren. Doch die Jungs von Bloc Party sind nach fünf Jahren ausgelaugt – außer einer: Kele. Der nutzt die Pause, um sich neu zu erfinden.
Der 28-jährige dachte sich, er wirft den Rock einfach mal über Bord und holt stattdessen das Electro-Schiffchen hervor, welches er auf den Namen The Boxer tauft. Passender hätte er den Titel nicht wählen können. Nicht nur, dass [...mehr]
Der DJ, Produzent und Bassist der Indie Formation „Stella“, Hendrik Weber, ist ein vielbeschäftiger Mensch. Ca. eine Hand voll Projekte laufen irgendwie unter seinem Namen zusammen. Mit seinem elektronischen Alias Pantha du Price erschien am 8. Februar das neue Album Black Noise.
Eine absolute Plattenempfehlungen für Fans von elektronischen Bands wie Animal Collective, Modeselektor oder Kammerflimmer Kollektief.
Pantha du Prince: Neues Album von Hendrik Weber
Black Noise heißt das neue Album von Pantha du Prince, symbolisch für die Stille nach einem Erdrutsch, der ein ganzes Dorf in der Schweiz unter sich begraben hat. Mit dem Thema setzte sich der Electro-Musiker Hendrik Weber, Kopf des Einmann-Projektes mit Gästen, auf seinem neuen Album auch inhaltlich auseinander.
So hat er sich während des Schaffensprozess in eine Berghütte in der Nähe von Zürich zurück gezogen um das Rauschen in der Stille aufzunehmen. Sowohl in sich als auch auf den 11 neuen Tracks scheint die Natürlichkeit angekommen. Diese kristallkalte Klarheit hört man: Ruhe im Beat, ganz ohne Widerspruch. [...mehr]
Das schrille Früchtchen – ihr kennt sie mit angeklebten Bärten, umgeschnallten Plastikdildos und jeder Menge Latex – ist mit einer neuen Scheibe zurück! „I Feel Cream“, das 4. Werk der Wahlberlinerin ist auf dem Markt und mit der ersten Singleauskopplung „Talk To Me“ zieht sie die Massen wieder in ihren Bann.
Peaches alias Merrill Nisker, Mitbegründerin des Electroclash sorgt eigentlich schon seit ihrem Debüt „The Teaches Of Peaches“ vor 10 Jahren für Furore in der Hauptstadtszene. In ihren meist anrüchigen Texte befasst sie sich bis heute mit den Geschlechterstereotypen und hinterfragt Rollenmuster. Das Thema Sex ist ihr Metier schon Jahre bevor Charlotte Roche auf diese Idee gekommen ist. Peaches, die sich weigert ihre Körperbehaarung zu rasieren, nimmt kein Blatt vor den Mund.
Berüchtigt sind die legendären Bühnenshows der Kanadierin, bei denen sie [...mehr]
Vor ein paar Jahren brachte er Breakbeat wieder etwas nach vorne, heute ist Dopamine überall auf der Welt zu sehen und featured andere Interpreten.
Breakbeat ist eigentlich in den 70er Jahren innerhalb von Disco aus Samples entstanden, man nahm beispielsweise Schlagzeugsolos oder ähnliches und mischte sie in andere Stücke. Das Gleiche, was heute immer noch von MCs und DJs weltweit gemacht hat.
Das was heute allgemein als Breakbeat bezeichnet wird, siedelt sich eher in Richtung Drum’n'Bass bzw. Techno an. Das Lied besteht hauptsächlich aus Rhythmen und wird in einigen Fällen von etwas Gesang, z. B. einem Refrain durchbrochen.
Breakbeat unterteilt sich in viele verschiedene Richtungen wie z.B. Jungle oder Triphop , bekannt ist auch Hardcore, wozu z.B. “The Prodigy” oder “The Christal Method”zählen. Die Bezeichnungen sind meist recht ungenau und überschneiden sich in vielen Fällen.
Der Neunzigerjahre Hardcore ist ein Beispiel dafür oder die Bezeichnung Rave und Techno für das ganze elektrische Genre.
Breakbeat und Konsorten sind meist zum Feiern, Triphop (Massive Attack, Portishead, etc.) und House eher etwas ruhiger zum Chillen gedacht.
So werden auch die Chemical Brothers, die mit harten Gitarrensounds arbeiten auch zu den Breakbeatern gesetzt, die eher zur Richtung des BigBeat zählen.
Breakbeat ist meist hauptsächlich elektronisch und bindet eingängige Rhythmen ein. DJ Dopamine schaffte seinen Durchbruch 2005 mit der Single “Hold You” das damals mit seinen eingängigen Sounds, einigen Loops und einem wiederkehrenden Gesangspart nicht nur tanzbar sondern auch recht chillig war.
Ahh Baby mit einem Sample von Ashanty brachte Dopamine und Klaus Hill weit nach vorne, auf der gleichen CD war auch Dopamines “System Error” zu hören, das ebenfalls beim Label “Title Fight” produziert wurde.
2008 war Dopamine auch sehr fleißig und brachte im Februar “Come Closer” und “Diverted Traffic” zusammen mit “Diverted”heraus. Die Single wurde von The Bulgarian und Boonos geremixt und wartet mit drei ziemlich unterschiedlichen Tracks auf, die sich zwischen Electro House und Breaks bewegen. Im März kam Dopamine & Friends heraus und es werden sicherlich weitere Tracks dieses Jahr folgen. [...mehr]
Der Klingelton-Wahnsinn geht in die nächste Runde: Der niedliche Hase Schnuffel bekommt Konkurrenz vom Psycho Teddy.
Ob die Welt das wirklich braucht?
Mit Entsetzen musste ich bereits feststellen, dass das virtuelle Häschen Schnuffel aus dem Hause Jamba, das in seinem „Kuschel Song“ eine Möhre besingt, durch die deutschen Musikcharts hoppelt und sich sogar an die Spitze gesetzt hat. Und wenn das noch nicht genug des Grauens ist, ist die erfolgreiche Single sogar für den Musikpreis Echo nominiert!
Deutschland befindet sich im Kuschel- und Trashfieber! Und natürlich muss nach Schnuffel sofort für Nachschub gesorgt werden. Ähnlich dämlich wird nun der Psycho Teddy auf den Markt geschmissen. Seinen Siegeszug konnte Psycho Teddy bereits in Australien und Hongkong antreten, wo er sich durch sämtliche Klingelton-Charts schräbbelte.
Nervtötende Techno-Beats in schier unendlicher Wiederholung kombiniert mit einem Text, den man noch nicht einmal von Kleinkinder-Kassetten kennt: „Kleiner Teddy süß und putzig, goldig, schmusig, weich und knuffig. KNUDDEL MICH! KNUDDEL MICH!“ Der Song geht definitiv drei Minuten und 19 Sekunden zu lang!
Schnuffel vs. Psycho Teddy – es ist die Zeit der Handystars! Und die Zeichen stehen leider gut, dass Psycho Teddy auch hier zu einem Erfolg werden wird. Armes, armes Deutschland, wie verblödet muss du sein? [...mehr]
DJ gesucht?
Alex Christensen kommt sicher gerne, wenn ihr zufällig Besitzer einer großen Villa und eines Pools mit zu Alex C.-Mucke tanzenden Ladys seit. Ansonsten müsst ihr Euch vielleicht ein bisschen anstrengen mit dem Überreden.
Seine Smash-Hits “Schönster Arsch der Welt” und “Doktorspiele” sind denjenigen ein Begriff, die in den Discos der Welt dem Morgen entgegen tanzen. Mag man dem Mann das Feingefühl in der Textkonzeption absprechen - ein Ohrwurm sind die Produktionen des Alexander Christensen auf jeden Fall!
Dabei hat auch bei diesem Star der Electronic-Szene alles ganz klein angefangen. Auch Alex C musste sich zu Anfang einen Raum mieten, musste sich um Gigs und Aufträge bemühen. Der Erfolg kam jedoch schnell: Anfang der 90er in Form der von Christensen und dem Produzententeam Matiz produzierten Formation U96.
Deren unvergesslicher Soundtrack-Remix zum deutschen U-Boot-Film “Das Boot” hat Alex C für immer einen Platz in den Annalen der Electro-Musik beschert. Heutzutage sind die Erfolge kleiner, aber immer noch spürbar. “Doktorspiele” beispielsweise erkämpfte sich für 6 Wochen eine Chartplatzierung - auf dem umkämpften Markt des deutschen Popgeschäfts durchaus nichts Selbstverständliches. [...mehr]
Das französische Duo Justice ist massiv in die Kritik geraten – ihr neues Video, das eine randalierende Gruppe aus den Pariser Banlieues in Aktion begleitet gilt als geschmacklos und gewaltverherrlichend. Der programmatische Titel des Stückes “Stress” fällt nun auf die Band selbst zurück – denn Justice haben Stress mit der französischen Öffentlichkeit.
Der Schock der ausgearteten Krawalle von 2005 in den Banlieues sitzt der französischen Gesellschaft immer noch in den Knochen – die Jugendlichen aus dem Unterschichtenmilieu in den sozial prekären Vororten der Hauptstadt hatten das staatliche Gewaltmonopol massiv in Frage gestellt und waren außer Kontrolle geraten.
Dies hat nun das französiche Dance-Pop-Duo Justice genutzt um durch ihr aktuelles Video in die öffentliche Diskussion zu kommen. Nachdem der letztjährige Hype um Dance-Bands wie Digitalism, Justice oder Daft Punk wie eine Blase zu platzen drohte, hat sich das Duo jetzt wieder gekonnt in Szene gesetzt. Das Video, das unkommentierte Gewalt gegen Unschuldige, gegen Polizisten und wehrlos am Boden liegende zeigt, in dem Frauen in der Metro belästigt werden und Autos in Brand gesetzt werden schockiert den Betrachter. Die Jugendlichen haben dabei sogar ein großes Kreuz, das Logo von Justice, auf ihren Jacken, womit diese Gewalt gegen Wehrlose nicht nur nicht expliziert kritisiert, sondern auch noch positiv mit der Band identifiziert wird. Zwar weigern sich sämtliche TV-Stationen das Video (zumindest tagsüber) auszustrahlen, doch der Skandal stellt einen weit höheren PR-Faktor für Justice dar. Ist das Video also ein geschmacklose und plumbe Werbestrategie?
Auf den zweiten Blick wird die kritiklose Gewaltverherrlichung aber in Frage gestellt – die Jugendlichen zertreten das Radio im gestohlenen Auto, wenn der für den letzten großen Hit von Justice “D.A.N.C.E.” gesampelte Kinderchor erklingt. Damit trifft die Gewalt auch Justice selbst. Am Ende des Videos liegt selbst das Kamerateam bespuckt und getreten am Boden und mit der Kamera wird in gewisser Weise auch der Zuschauer zum Opfer, der sich bis dahin unbeteiligt und schaulustig die Gewaltexzesse anschauen konnte.
So oder so, das Video stellt eine Provokation dar und sollte auf keinen Fall kritiklos stehen bleiben. [...mehr]




