Spätestens seit dem Bundesvision Song Contest 2010, der am vergangenen Freitag stattfand, sollte das Pseudonym Das Gezeichnete Ich in Musikerkreisen ein Begriff sein. Das gleichnamige Debütalbum des Künstlers steht schon seit dem 25.Juni 2010 in den Plattenläden und als Download bereit. Eine Investition, die sich lohnt – wie die Pop-Ballade Du Es und Ich beweist.

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Wie schon im vergangenen Jahr, brachte auch der diesjährige Bundesvision Song Contest bisher unbekannte Künstler ans Tageslicht. Das muss man Stefan Raab auch einfach lassen – was dieser Mann anfässt, funkionert halt. Natürlich gab es auch altbekannte Bands wie Unheilig – übrigens die Gewinner des Contests – Selig oder Silly zu sehen. Nicht zu vergessen unsere „So Lala“-Rapper-Crew Blumentopf, die wohl seit Anfang der Neunziger zu den wichtigsten Künstlern des deutschen Hip Hop zählen.

Und die Newcomer? Da setzte sich neben Bakkushan besonders ein Künstler im Gehörgang fest – Das Gezeichnete Ich! Er – fast schüchternd am Klavier sitzend – präsentiert seinen Song Du Es Und Ich und ergattert für sich und Brandenburg den 5. Platz. Zu Recht!

Aber wer steckt eigentlich hinter Das Gezeichnete Ich? Diese Frage wird wohl vorerst unbeantwortet bleiben, denn er hütet seine Identität wie ein Buch mit sieben Siegeln. Da uns schon sein Name verborgen bleibt, erübrigen sich Fragen nach seinem Familienstand, nach seiner Lieblingsfarbe, ob Rechts- oder Linkshänder oder anderen Bereichen seines Lebens.

Die einzigen Fakten, die man zu seiner Person auf seiner Homepage findet, hat er schön verpackt, ohne zuviel von sich preis zu geben. Seine Mutter ist Franzön, weshalb er bilingual aufgezogen wurde. Seine Liebe zur Musik, die von Bach bis zu den Beatles reicht, wurde schnell erkannt und dementsprechend gefördert. Er selbst, Multiinstrumentalist, Sänger und Komponist weiß auf jeden Fall von seinem Talent zu überzeugen. Seine Leidenschaft zur Musik, ist in seinen eigenen Stücken in jeder einzelner Note zu spüren! Wundervoll!

Seine Musik bewegt sich klar in Richtung zarter Pop-Balladen immer zwischen Intelekt und Seele, mal mit einem symphonischen Feuerwerk, mal mit übersteigerter Britpop-Dramaturgie. Doch das Ergebnis bleibt – zumindest bei allen Mädchen – das gleiche: Die Musik berührt Herz und Seele.

Das Gezeichnete Ich – ein Künstler, von dem man in Zukunft hoffentlich noch viel hören wird.