Auch wenn landläufig die Meinung herrscht, dass elektronische Tanzmusik in erster Linie eine Erfindung der Neuzeit ist, lässt sich diese bereits einige Jahrzehnte zurückverfolgen. So finden sich bereits in den 60er Jahren erste Vorreiter der elektronischen Tanzmusik, die jedoch mit dem heutigen Zustand nicht mehr viel gemein haben. Und doch lässt sich sagen, dass die sogenannte Minimal-Musik-Bewegung aus diesem Jahrzehnt den Weg bereitet hat für die elektronische Tanzmusik in ihrer heutigen Form. Kennzeichnend waren schon damals die stetig wiederkehrenden Passagen mit einem minimalistischen Instrumenteneinsatz. Und auch in der Neuzeit besticht elektronische Tanzmusik mit den gleichen Grundlagen.

Eine Erfolgsgeschichte

Sieht man sich wie bereits erwähnt die Anfänge der elektronischen Tanzmusik an, so kann man eindeutig feststellen, dass sich seither in diesem Bereich einiges getan hat. Doch bis es zur elektronischen Tanzmusik in ihrer heutigen Form kam, war es ein weiter und sehr facettenreicher Weg. Nachdem in den 60er Jahren bereits erste Künstler Ausflüge in diese Richtung unternommen hatten, tauchten in den 70er Jahren dann die ersten ernsthaften Bands auf, die sich mit elektronischer Tanzmusik einen Namen gemacht haben. Eine der bekanntesten und auch effektivsten in diesem Bereich war die Gruppe Kraftwerk. Diese setzten in ihren Songs auf tanzbare Beats und erschufen diese meist rein elektronisch. Durch die ständig wiederholenden Sequenzen fühlten sich die Hörer dann in eine Art von Trance versetzt, wodurch das Tanzen fast schon Pflicht war. Auch die Disco-Musik in den 70er Jahren bediente sich der elektronischen Tanzmusik ein wenig und ließ einige Elemente einfließen. In den folgenden Jahren keimte dann ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der elektronischen Tanzmusik. So traten immer mehr sogenannte DJs auf die Bildfläche und machten aus dem ehemals einfachen Plattenauflegen eine ganz eigene und sehenswerte Geschichte. Von nun an wurden Platten nicht mehr nur auf den Plattenteller gelegt und abgespielt, sondern die DJs begannen, mit diesem Vorgang zu experimentieren und so eine ganz eigene Musikrichtung zu kreieren. Daraus entwickelte sich dann über die Zeit die erste sogenannte House-Musik, welche als Anfang der elektronischen Tanzmusik in ihrer heutigen Form gilt. Ab diesem Zeitpunkt begann dann eine richtige Bewegung und es fanden sich immer mehr Unterformen der elektronischen Tanzmusik, welche zwar gewisse gemeinsame Nenner aufwiesen, jedoch auch gravierende Unterschiede. Eines blieb jedoch allen Unterarten stets gemein, die perfekten Beats und Arrangements zum Tanzen. Stilhalten kann sich auch heute noch kaum einer, wenn richtig gute elektronische Tanzmusik durch die Lautsprecher tönt.

Die elektronische Tanzmusik und ihre Schattenseiten

Wie bereits erwähnt, hat die elektronische Tanzmusik schnell eine große und stetig wachsende Fangemeinde gefunden. Doch wie es in großen Gruppen leider fast immer der Fall ist, gehörten alsbald auch Menschen dazu, die sich nicht nur mit Rausch der Musik zufriedengaben, sondern diesen noch mit Drogen und anderen Dingen verstärken wollten. Und so kam es, das die elektronische Tanzmusik schon bald einen schlechten Ruf bekam und oftmals im gleichen Atemzug wie Drogen genannte wurde. Dabei braucht es für den Genuss dieser Musik natürlich gar keine Drogen, sondern lediglich ein gutes Gehör und Spaß am Tanzen!

Foto: DWP – Fotolia

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