Der belgisch-australische Singer-Songwriter Gotye, der als einer der Newcomer des Jahres 2012 gehandelt wird, begeisterte das Publikum im ausverkauften Berliner Astra Kulturhaus am vergangenen Dienstag.

Neben anderen Neulingen der Branche wie Lana Del Rey, Michael Kiwanuka oder Speech Debelle erschien Gotye im Januar in der Pop-Prognose 2012 des Spiegel-Magazins. Am vergangenen Dienstag bewies er live im ausverkauften Astra Kulturhaus, dass er diesen Platz auf der Liste der Top-Newcomer nicht nur verdient hat, sondern auch wacker verteidigt.

Gotye: Der Newcomer des Jahres 2012!

Fiel Pop-Püppchen Lana Del Rey beispielsweise bereits negativ durch verpatzte Live-Auftritte auf, so glänzt Gotye mit einer 1A-Performance, die auf allen Ebenen überzeugt. Gotye kann nicht nur Songs schreiben, er kann sie auch singen und schafft es gleichzeitig seine Drums unter Kontrolle zu halten und ab und an in die Keyboardtastatur zu greifen. Optisch glänzt er mit positiver Ausstrahlung und selbstbewusster Köpersprache. Kunstvolle Visualisierungen im Background der Bühne machen das Gesamtbild perfekt und bereichern die Songs um ein weiteres kreatives Element.

So unterschiedlich sich die Stücke auf seinem Album „Making Mirrors“ auch auf den ersten Blick zu präsentieren scheinen – erlaubt man sich, dem Australier länger und aufmerksamer zu lauschen oder ihn wie im Astra live zu erleben, so tritt das Alles verbindende Element nach und nach deutlicher hervor. Bewegtere und ruhigere Songs, melancholische Balladen und mitreißende Uptempo-Nummern sind stets verbunden durch ausgeprägte rhythmische Feinheiten und den häufig glockigen Klang des Xylophons oder ähnlicher Hilfsmittel, der mal eher elektronisch, mal ganz natürlich, vordergründig oder unterschwellig in Erscheinung tritt.

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Kimbra als Support von Gotye

Schon im Vorprogramm sorgte die neuseeländische Sängerin Kimbra für ausgelassene Stimmung und vor Erstaunen weit aufgesperrte Münder. Vielen sollte die Songwriterin bereits aus Gotyes Hit „Somebody That I Used To Know“ bekannt sein, in dem sie den Australier stimmlich unterstützt. Als Voract präsentierte sie sich ganz mutterseelenallein auf der Bühne mit einer Loopstation und zwei Mikrophonen. Ebene für Ebene schichtete sie Rhythmus-, Harmonie-, und Melodiebruchstücke übereinander, so dass ein spontan-kreatives Klangkunstwerk entstand. Und die Stimme… vielleicht die nächste Amy Winehouse!? Wow! Auch von ihr wird man wohl in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen… To be continued…

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