Ihr Name klingt nach einer langweiligen Singer-Songwriterin. Doch die Musik, die sich dahinter verbirgt, belehrte mich eines Besseren! Norwegischer Schrammelrock vom Feinsten – und die 24-jährige Rockröhre Ida Maria hat´s faustdick hinter den Ohren!

Ihr Debütalbum „Fortress Round My Heart“ ist schon eine Weile in allen Plattenläden erhältlich. Wer jedoch bis heute noch nichts mit Ida Maria anfangen konnte – sollte das schleunigst nachholen!!! Denn Singles, wie „Oh my God” oder  “Like You So Much Better When You´re Naked” zwingen einen quasi dazu, Haare schüttelnd abzuzappeln – und sei es im Bad beim morgendlichen Zähneputzen.

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Die Liebe zur Musik bekam sie schon von ihren Eltern, die selbst musizieren, in die Wiege gelegt. Doch mit dem geschenkten Klavier und damit verbundenen Unterricht konnte sie reichlich wenig anfangen. So malte sie die Tasten des verhassten Klaviers kurzerhand blau an. Vielmehr zufällig, als sie sich eine Pizza in den Ofen schieben wollte, schnappte sie sich die Gitarre ihres Vaters. Fazit: Erster eigener Song und verkohlte Pizza. Danach ging es Knall auf Fall, Auftritte in örtlichen Pubs, gewonnener Talentwettbewerb sowie Gigs auf Festivals.

Ihr Sound, geprägt durch ihre Lieblingsmusiker, wie Led Zeppelin, The Smiths, Interpol oder Velvet Underground, erinnerte mich im ersten Moment  an die „Yeah Yeah Yeahs“ oder Björk. Doch musste ich feststellen, dass ihre nahezu perfekten 3-Minuten-Punk-Popsongs die Angewohnheit haben, sich in dein Ohr einzunisten und dort zu verweilen. In ihren Songs verarbeitet sie Themen, wie Gott, Depressionen, Sexualpraktiken, Party, Trinken und Liebe mit dem Anspruch „Musik, zu der du tanzen, trinken, durchdrehen und heulen kannst“ zu schaffen. Kurz gesagt: Melancholie geht abfeiern! Das hat gefunzt, denn ihr elektrisierender Power-Pop ist ebenso direkt wie ihre Texte.  Das zeigt sie auch eindeutig auf der Bühne, denn live geht sie ab wie Schmitz Katze. Da sind Begleiterscheinungen, wie ein Blut überströmtes Gesicht oder angeknackste Rippen auch schon mal drin.

Sie ist zwar ein Großmaul und besitzt die launische Art à la Oasis oder Winehouse– aber zu einer richtigen Rockerbraut gehört das wohl dazu.  Außerdem, solange sie uns mit so tollen Schrammelsongs und wunderbarenTexten, wie “I Like You So Much Better When You´re Naked, I Like Me So Much Better When Your Naked” beglückt, darf sie sogar dem Osterhasen die Eier klauen.

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