Ich sag nur: Kings of Leon sehen und sterben! Sie spielen echten Rock, sehen zudem auch noch verdammt gut aus und rauben einfach jedem egal welchen Alters, ob Männlein oder Weiblein den Verstand. Gestern (27.06.09) konnte man genau dieses Szenario erleben, als die Followill-Jungs der gesamten O2 Berlin einen Adrenalinkick verpassten!

Ich muss gestehen: ich bin noch immer sprachlos! Ein Hammer-Konzert, eine Nacht die Funken schlug und während sie dauerte, hofft man, sie würde niemals enden!

Aber mal von vorn! Den Anfang machten gestern pünktlich um 20.00 Uhr die Dänen von Mew. Mir war die Band bis dato völlig unbekannt – aber der Sound hat überzeugt. Irgendwie ein Mix aus Indie, Pop und Electro-Klängen, die sich wunderbar mit der zarten Stimme von Jonas Bjerre verbinden. Einziges Manko: die Band passte nicht wirklich als Support zu Kings of Leon! Aber gut!

Um 21:15 kamen SIE dann endlich auf die Bühne geschlurft, starteten, Bier und Schnaps trinkend, mit dem schönen „Notion“ und wurden danach sofort rotzig mit „Be Somebody“. Ich habe wirklich selten so eine begeisterte und grölende Menge gesehen, wie bei diesem Konzert. Natürlich gab es auch Leute im Publikum, da wusste man, die kommen nur wegen „Use Somebody“, aber überwogen haben tatsächlich die Hardcore-Fans, die bei jedem Song abgegangen sind! Also kein Teenie-Geschubse, sondern einfach Kings of Leon Fans aller Altersklassen! Toll!

Ob rumplige Klassiker wie, „Molly’s Chambers“ oder „Milk“, die Wüstennummer „Crawl“, das geschwollene „Knocked Up“ oder das wunderbare „On Call“ – jeder einzelne Song war ein Höhepunkt. Natürlich lässt sich nicht leugnen, dass vor allem bei „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ die Hütte gebrannt hat und sich einfach alle nur noch die Kehle aus dem Leib brüllen und den Verstand aus dem Hirn rocken wollten.

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Die Jungs, allen voran Caleb, sind zwar keine großen Entertainer, das bewies er ohne Zweifel, als er nach dem dritten Song ein „We are Kings of Leon- hallo“ ins Mikro nuschelte. Ach echt?! Aber mal ehrlich, wer braucht schon diesen ganzen Schnick Schnack, wenn er himmlischen Rüpel-Rock haben kann!? Die Bühnenshow, wenn auch dezent eingesetzt, hinterließ zusätzlich so manches Mal „Entenpelle“ vom Feinsten!

Besonders skeptisch war ich, im Vorfeld, der Location gegenüber. Es ist ja allgemein bekannt, dass in solch Mega-Sport-Hallen viel Charme verloren geht. Aber die O2-Arena konnte der aufgeheizten Stimmung nichts anhaben und der Sound war wirklich 1a abgemischt.

Trotzdem hoffe ich, dass wenn die Jungs das nächste Mal im Sommer in Berlin vorbeischauen, das Ganze Open Air stattfindet. So ein Flair, wie man es nur Open Air erlebt, wäre noch das letzte Sahnehäubchen! Ich zähle jetzt schon die Tage bis uns die Kings wieder beehren! Aber das Versprechen Calebs „Bei so einer Show, gib´s keine Entschuldigung nicht zurückzukommen“ lässt uns hoffen, dass es nicht allzu lange dauern wird.

Fazit: Wer gestern nicht dabei war, der sollte sich ordentlich in den Allerwertesten beißen! Kings of Leon – eines der besten Live-Acts, die ich jemals gesehen habe!

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