Rockkonzerte sind etwas Außergewöhnliches. Hier treffen meistens sehr viele Menschen aufeinander und sind gekommen, um einer ganz bestimmten Band zuzuhören.

Livemusik

Live wirkt die Musik um einiges kraftvoller, als wenn man sie von CD hört, was auch einen Großteil der Live Magie ausmacht. Die kleineren Bands spielen in Clubs und Stadthallen, während die ganz großen des Showgeschäfts in Arenen und Stadien auftreten, um 20.000 oder mehr Fans gleichzeitig in den Genuss der Musik zu bringen.
Früher in den 50er Jahren liefen Rockkonzerte noch gepflegt ab. Die Menschen saßen auf Stühlen und schauten sich die Bands an, um sie später mit einem gepflegten Applaus zu belohnen. Das war einerseits normal zu dieser Zeit, doch andererseits nicht sehr befriedigend für die Musiker. Im Laufe der Zeit wurde die Musik rockiger und die Bands mutiger. Ausgefallene Kleidung und Frisuren, laute Musik und Partyatmosphäre animierte die Zuschauer zum Mitklatschen und Mitsingen. Als die große Hysterie um die Beatles begann, rissen die Frauen sich vor lauter Entzückung die Haare aus und fielen kreischen in Ohnmacht, während die 4 Jungs aus Liverpool gelassen auf der Bühne standen und „Can´t buy me love“ sangen.

70er

Rockkonzerte wurden in den 70ern zu wahren Happenings. Es ging zwar hauptsächlich um die Musik, doch auch der Gemeinschaftsfaktor kam nicht zu kurz. Woodstock ist sehr wahrscheinlich der Inbegriff aller Festivals und wird auch in 100 Jahren noch der Maßstab für eine mehr oder weniger gepflegte Party sein. Zusätzlich zur Musik wurde die Inszenierung des Ganzen immer wichtiger. Die Lichtshow, der Bühnenaufbau, Zusatzeffekte wie Videoleinwände und Pyroexplosionen standen ebenso im Rampenlicht, wie die Bands selbst. Emerson Lake and Palmer trieben die Sache auf die Spitze und ließen sich eine Vorrichtung bauen, mit der ein ganzer Konzertflügel in die Luft gehoben werden konnte, um sich dann mitsamt Pianist mehrmals Kopfüber zu überschlafen. Dabei schossen wild gewordene Pyros durch die Luft, während die Masse tobte.

80er

Die 80er Jahre waren die Zeit der großen Rockkonzerte von Bands wie Iron Maiden, AC/DC, Europe, Foreigner, Jethro Tull, Metallica, Gary Moore, ZZ Top, Guns´n Roses, Genesis und vielen anderen Vertretern dieser musikalischen Spielart. Die Stadien wurden größer und immer mehr Menschen kamen zu den Konzerten, um diese einzigartige Atmosphäre einzufangen und in sich aufzusaugen. Wenn sich 30.000 Menschen bei ihrem Lieblingssong in den Armen liegen, stockt nicht nur der Band der Atem. Die sogenannten Live Aid Konzerte toppten die Besucher zahlen und vereinten die Rockmusik mit einer wohltätigen Nutzung der Eintrittsgelder. Man wusste um die Zugkraft der Musik und versuchte mit den Live Aid Konzerten einen Ruck durch das Bewusstsein der Menschen gehen zu lassen.

90er

Die 90er Jahre waren die Zeiten der hochtechnisch umgesetzten Konzertbühnen. Metallica simulierten während des Rockkonzerts eine Explosion, die vermeintlich zu einem totalen Zusammenbruch der Halle führte. U2 und die Rolling Stones setzten neue Maßstäbe, wenn es um die Größe der Bühne, aber auch um die Eintrittspreise ging. Nach wie vor ist ein Rockkonzert ein ganz besonderes Erlebnis für Jung und Alt. Die Stimmung, die während eines Live Auftrittes herrscht ist immer wieder einmalig und kann weder von Kameras, noch von Mikrofonen eingefangen werden.

Foto: Stephen Martin – Fotolia