So offensichtlich wie sich weiße Jeans unter den herkömmlichen Blauhosen hervortun, so hebt sich auch die Musik von White Denim klanglich vom monotonen Geschrammel und dem oft einfallslosen Songwriting unserer Tage ab. Ihr Stil-Mischmasch der besonderen Art kann, darf und soll auf dem neuen Album „D“ in seiner vollen Schönheit erlebt werden.



Im vergangenen Sommer ließen uns White Denim bereits an ihrer Studioarbeit teilhaben und stellten „Last Day of Summer“ zum kostenlosen Download auf ihrer Homepage bereit. Nun hat das Warten auf die nächste Full-Length-Platte ein Ende. Das vierte Studioalbum des texanischen Quartetts erscheint noch Ende dieser Woche und trägt den schlichten Titel „D“. Ab dem 27.05. wird die 10-Songs starke Platte auf dem deutschen Markt erhältlich sein.

White Denim: Rock’n’Roll meets Blues, Punk, Garage und Glam

Das, was White Denim da machen, ist wahrlich nicht einfach zu beschreiben und schon gar nicht auf eine Stilrichtung festzunageln. Hier kommt vieles zusammen, was andere wahrscheinlich nie in einen Topf geworfen hätten. Das Stilsüppchen, was die vier Texaner da kochen, ist zugegeben zunächst eigentümlich im Geschmack, letztendlich aber vorzüglich im Abgang. Einmal hören reicht nicht aus, um die Vielschichtigkeit dieser Musik zu ergründen und zu verstehen.

Viele Köche verderben den Brei, aber viele Zutaten tun dies nicht zwangsweise – das beweisen White Denim auf ihrer neuen Platte „D“. Rock, Blues, Punk, Garage, Glam und gern auch ab und an ein wenig Psychedelic vereinen sich zu einem 5-Sterne-Menü, das man sich genüsslich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

White Denim veröffentlichen neues Album „D“ am 27.05.11

Die als Trio im Jahr 2006 gegründete Band White Denim erhielt im vergangenen Jahr Zuwachs. Austin Jenkins kam als zweiter Gitarrist hinzu und entlastete damit Leadsänger James Petralli an der Klampfe. Um eine elektrische Gitarre reicher entschieden sich White Denim die Arbeit am neuen Album nach 3 Wochen im Studio erst einmal zu unterbrechen und eine weitere in Eigenarbeit produzierte Platte dazwischen zu schieben. Das Ergebnis war „The Last Day of Summer“, 12 Songs die für lau auf der Band eigenen Homepage zu erstehen waren und auch immer noch sind.

Mit „D“ veröffentlichen White Denim ihre mittlerweile vierte offizielle Studio-LP. Um dem Album einen möglichst lebendigen Klang zu verleihen, entschieden sich White Denim dazu sämtliche Rhythmus-Instrumente live einzuspielen. Eine Menge Arbeit, die sich allerdings hörbar gelohnt hat. „D“ verleitet zum Swingen, Grooven und zeitweise wildem Headbangen, lädt aber genauso dazu ein, der Musik aufmerksam zu folgen und sich über ihre ungewöhnlichen Strukturen klar zu werden. Ein so vielschichtiges und gleichzeitig doch homogenes Album muss einfach gefeiert werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Band uns die Songs auch live nicht mehr lange vorenthalten wird und uns mit auf ihre Reise durch die Stile nimmt.

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