Mp3-Downloads machen physischen Tonträgern wie der CD schon seit einigen Jahren durchaus signifikante Konkurrenz – kann man sie doch bequem von zu Hause aus zu günstigen Preisen sofort auf Computer und Mp3-Player laden, ohne einen Händler aufsuchen zu müssen. Wird die CD also zum Auslaufmodell?

Der Kampf ums Überleben ist überall gegenwärtig. In der Tierwelt frisst der Stärkere den Schwächeren, unter den Menschen geht es oft ähnlich grausam zu. Heutzutage ersetzen bzw. ergänzen E-Mail, SMS und Co. das persönliche Gespräch oder den guten alten Brief teilweise oder gar vollständig.

Die DVD verdrängte die Videokassette und jetzt muss sie sich selbst vor der Blu-ray Disc fürchten. In der Musikwelt gilt die gute alte Tonbandkassette bereits als völlig überholt, Schallplatten werden allenfalls von Nostalgikern gesammelt (wenn auch wieder verstärkt), Walkmann und portabler CD-Player weichten Mp3-Player und iPod. Muss nun auch die sogenannte Compact Disc dran glauben? Wird die CD das Zeitliche segnen und irgendwann komplett von Mp3-Downloads und modernen Streaming-Diensten verdrängt werden?

Mp3-Downloaddienste: iTunes, Amazon Mp3, musicload und Co.

iTunes, Amazon Mp3, musicload und Co. locken meist mit günstigen Preisen und Sonderaktionen, die den Verbraucher dazu verleiten statt einer CD einfach ein Mp3-Album zu kaufen. Außerdem ist dieses in der Regel sofort nach Kauf verfügbar, muss nicht erst den Postweg überwinden und erspart den Weg zum Musikalienhändler. Die Vorteile gegenüber dem physischen Tonträger liegen also klar auf der Hand!

CD vs. Mp3 – Statistik 2011

Laut dem englisch-sprachigen Informationsdienst digitalmusicnews.com waren in den USA im Jahr 2011 immer noch 2/3 aller verkauften Alben physische Tonträger. Auch in 7 sind – anders als man vielleicht vermuten könnte – erst etwa 1/5 aller Verkäufe Mp3-Downloads. Ein Zeichen also dafür, dass die CD noch nicht verloren hat, die Verbraucher scheinbar immer noch einen Vorteil im physischen Besitz eines Tonträgers sehen. Kein Wunder: Bietet ein CD-Booklet doch meist einen Mehrwert, der von Songtexten über exklusive Fotos bis hin zu persönlichen Informationen zum Künstler führt. Ein Download kommt dem (noch) nicht nach. Die Gefahr lauert allerdings auch noch hinter einer anderen Ecke… auch Streaming-Dienste wie Simfy und Spotify wollen die CD von ihrem Thron stoßen.

Streaming-Dienste: Last.fm, Simfy, Spotify etc.

Das Internet-Radio Last.fm macht es bereits seit einigen Jahren möglich Musik im Internet zu lauschen. Hier kann man kostenlos Musik hören, allerdings in der Regel keine kompletten Alben streamen. Nach Angabe eines Lieblingskünstlers oder eines Genres wird damit verwandte Musik abgespielt, wodurch man diesen Dienst auch hervorragend dazu nutzen kann, um neue Künstler kennenzulernen, die den eigenen Musikgeschmack bedienen.

Simfy ist ein deutsches Musikportal, das eine Art digitale Musikflatrate bietet, die teilweise kostenfrei im Browser genutzt werden kann. Zahlt man einen verhältnismäßig geringen monatlichen Grundpreis, so kann die riesige Musikdatenbank sogar auf mobilen Endgeräten wie iPod und iPhone abgerufen werden. Auch der schwedische Dienst Spotify soll bald in Deutschland verfügbar sein, wenn eine Einigung mit der GEMA errungen wird.

Problem der Streaming-Dienste im Internet dürfte allerdings bleiben, dass man die Musik, die man dort hören kann, nicht tatsächlich besitzt. Echte Musikliebhaber werden wohl auch weiterhin auf ihre „Musikarchive“ bestehen und ein Album ihres Lieblingskünstlers gern in der Hand halten.

Ihr habt Fragen zu Streaming, Mp3-Import u.ä.? Dann findet ihr weitere Tipps hier!

Fazit

Wir sind gespannt wie sich MP3-Download- und Streaming-Dienste weiter entwickeln werden. Bisher stehen allerdings die Sterne noch recht gut für die CD. Der Kampf ums Überleben geht weiter…

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