Lena Meyer-Landrut – kein Name wurde in den letzten Wochen wohl häufiger von der Presse genannt. Jetzt, um genau zu sein am 07.05.2010, erschien ihr erstes Album „My Cassette Player“. Grund genug, dort mal reinzuhören.

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Zarte 18 Jahre, unschuldiges, schüchternes Lächeln und musikalisch einiges auf dem Kasten! So präsentierte sich Lena bei Stefan Raabs Show „Unser Star für Oslo“ und steckte damit alle anderen starken Konkurrenten in die Tasche. Das Publikum hat also entschieden: Lena wird für Deutschland am 29. Mai 2010 in Oslo beim Eurovision Song Contest antreten. Der Song? Ganz klar – „Satellite“. Wer diesen Song nicht kennt, hat bis jetzt wohl auf dem Mond gelebt, denn wirklich jeder Radio- und jeder TV- Musik-Sender spielt ihn rauf und runter.  Ohrwurmcharakter hat der definitiv!

Und wie sieht es mit dem Rest von „My Cassette Player“ aus? Sagen wir es mal so: es ist nicht der absolute Wahnsinn, aber auch nicht grottig. Es ist nur ein extremer Unterschied, nur einen Lena-Song zu hören oder gleich 13 Songs am Stück. Klingt vielleicht komisch, aber ohne Lena auch visuell vor sich zu haben, wie sie so lustig abzappelt, kommt ihre Stimme nur halb so toll rüber. Nach 13 Songs könnte man fast sagen, ihre Stimme ist ziemlich öde.

Aber zurück zu den Songs des Albums. Das gesamte Album ist ja eine 1a Stefan Raab Produktion – und das hört man auch. Schöne Pop-Nummern, die man nach dem ersten hören gleich mitsummen kann, findet man auf „My Cassette Player“ auf jeden Fall. Dazu gehören unter anderem „Love Me“ und „You Can´t Stop Me“.

Ein bisschen mehr in Richtung Max Mutzke (falls schon in Vergessenheit geraten: der Ziehsohn von Raab 2004) geht da der soulig angehauchte Song „Touch A New Day“. Neben den Raab Nummern finden sich auch zwei Coversongs auf dem Album, so trällert Lena „Mr. Curiosity“ von Jason Mraz sowie die Nummer „My Same“ von Adeles.  Ganz im Stil ihrer ersten Single „Satellite“ kommen auch die Songs „I Like To Bang My Head“ und „Not Following“ daher. Hier tauchen die unverkennbaren Lena-Charakteristika wie Ihr Sprechgesang und ihre Paraphrasierungen auf – schön luftig, locker, flockig!

Aber die Platte hat halt auch ihre Schwächen, wie die zwei Balladen beweisen. Die gehen zum einen Ohr rein, aber zum anderen auch schneller wieder raus, als man überhaupt schauen kann. Da bleibt nicht viel von hängen, geschweige denn, dass sie einen in irgendeiner Weise berühren…

Alles in Allem, eine nette Platte, aber kein Überflieger-Album, dafür fehlen Lena einfach die stimmlichen Voraussetzungen!

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