Das schrille Früchtchen – ihr kennt sie mit angeklebten Bärten, umgeschnallten Plastikdildos und jeder Menge Latex – ist mit einer neuen Scheibe zurück! „I Feel Cream“, das 4. Werk der Wahlberlinerin ist auf dem Markt und mit der ersten Singleauskopplung „Talk To Me“ zieht sie die Massen wieder in ihren Bann.

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Peaches alias Merrill Nisker, Mitbegründerin des Electroclash sorgt eigentlich schon seit ihrem Debüt „The Teaches Of Peaches“ vor 10 Jahren für Furore in der Hauptstadtszene. In ihren meist anrüchigen Texte befasst sie sich bis heute mit den Geschlechterstereotypen und hinterfragt Rollenmuster. Das Thema Sex ist ihr Metier schon Jahre bevor Charlotte Roche auf diese Idee gekommen ist. Peaches, die sich weigert ihre Körperbehaarung zu rasieren, nimmt kein Blatt vor den Mund.

Berüchtigt sind die legendären Bühnenshows der Kanadierin, bei denen sie im knappen rosa Latexhöschen ihr Publikum anbrüllt, Titten und Schwänze zum Groove zu schütteln. Sie als Vamp, Dance-Queen oder Sexmonster – durch die Mischung aus Punk-Konzert und einer gigantischen Sex-Show ist der schmutzige Dancefloor quasi gesichert.

An Peaches scheiden sich die Geister, doch an Zuspruch in Prominenten Reihen mangelt es ihr nicht. So arbeitete sie schon mit Daft Punk, Iggy Pop, Pink, Feist oder den Eagles of Death Metal. Des Weiteren war sie in der Vergangenheit Vorprogramm von Größen wie Queens Of The Stone Age oder Björk. Auch Schockvater Marilyn Manson zog sie in ihren Bann und begleitete ihn 2003 als Support.

Auf der neuen Platte „I Feel Cream“ jedoch verzichtete sie auf die prominente Gästeliste, mal abgesehen von den Bass-Propheten Soulwax, Digitalism oder Simian Mobile Disco. Ihre Hinwendung zum Tanzboden, also ein Dance-Album zu schaffen – das ist wohl gelungen! Sie wollte mehr Empfindsamkeit reinbringen – und was soll ich sagen? Das knallt immer noch härter in dein Gesicht als ein Faustschlag von Arni! Nach Electroclash und Glam-Rock also nun Synthie-Pop, bei dem sie statt Shouts oder Rap auch mal singt! Mir gefällt´s!

Zu ihren typisch sexistischen Themen der 40-jährigen tritt nun – passend – die Thematik Sex und Alter. In einem Interview mit laut.de sagte sie: „Ich bin eine relevante Künstlerin, die älter ist. Das ist selten, aber es ist cool. Altern kann cool sein. Ich rappe und singe darüber auf meinem Album. Ich sage: ‚Lick my crow’s feet!'“ Also Krähenfüße statt Botox – dat find ick dufte!

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