Der ein oder andere fragt sich jetzt sicher: „Schon wieder ein Newcomer?“ Nein – ein alter Bekannter! Der ehemalige Beginner Rapper Denyo wagt sich mit seinem Debüt „Suchen Und Finden“ unter seinem bürgerlichen Namen Dennis Lisk auf neues Terrain.

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Ich steh halt auf Liedermacherei, schöne, simple Songs, mit Gitarre und Gesang. Da fackelt der Ex-Hip-Hopper nicht lang! Schnell Gitarre geschnappt, aus Rap Gesang gemacht und schon kann man den Singer/Songwriter raushängen lassen. Das nenn ich mal mutig! Zumal Dennis den Aufbruch ins Neue nahezu kompromisslos durchzieht – neuer Name, neues Genre, neues Image, neues Label und sogar ein neuer Wohnsitz! Ob der Plan, alt-eingesessene Gleise zu verlassen aufgeht, wird die Zukunft bringen.

Sein neues Ich wirkt in den Songs zumindest sehr authentisch und durch und durch ehrlich. Ok, er ist nicht der größte Sänger, aber er hat ein Gespür dafür, Stimmungen einzufangen, so dass sie für den Hörer absolut nachvollziehbar sind. Außerdem öffnet Dennis Lisk mit seinem neuen Album erstmals Türen in seine Gedankenwelt. So beschreibt der Song „Wo Auch Immer“ beispielsweise, einen Dialog mit seinem verstorbenen Vater. Es liegt ihm ungemein Geschichten zu erzählen und in der Platte „Suchen Und Finden“ sind es Geschichten des Aufbruchs und Loslassens. Unter diesem Stern steht so auch seine erste Singleauskopplung „Lass Los“.

Man kann also sagen: Der Albumtitel ist Programm. Der Ex-Hamburger sucht und findet – die Liebe, das Leben und letztlich sich selbst. Allen Denyo Fans sei an dieser Stelle gesagt: Den alten Denyo könnt ihr auf der Platte lange suchen – finden werdet ihr nur den neuen Dennis Lisk in Form von zahlreichen Balladen und verträumten Kompositionen.

Er bedient sich also der bewährten Kombination aus Akustikgitarre und Gesang, die jedoch mit vielfarbigen Akzenten aufgepeppt wird. So ist bei „Blick Nach Vorn“ ein deutlicher Ska-Einschlag zu vernehmen und in „Lenk Mich Ab“ überrascht er mit einem fetten Big-Band-Sound. Man merkt, da hatte Produzent Moses Schneider seine Finger im Spiel!

Ich muss gestehen, der neue Dennis Lisk erinnert mich schon verdammt stark an den Sunny-Boy Clueso. Aber gut, bei ihm funktioniert das Konzept ja auch! Somit denke ich war es gar keine so schlechte Idee, Hip Hop gegen seichten Pop auszutauschen!

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