Die E-Gitarre ist das Instrument, welches in nahezu jeder Form der Musik seinen Platz hat. Bereits in den 50er Jahren kam Sie zum Einsatz und verhalf Musikern wie Chuck Berry, Elvis Presley, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis zu ihrem rauen Sound. Zuerst noch Clean gespielt, wurden die klanglichen Einsatzmöglichkeiten mehr und mehr von Soundtüftlern ausgearbeitet.

Entwicklung

Die E-Gitarre war in den 50er und 60er Jahren eher noch als Begleitinstrument anzusehen, wobei sich im Laufe der 70er das Interesse des Publikums vom Sänger weg auch auf die anderen Musiker ausweitete. Ganz besonders die Beatles schafften es mit ihrer Musik, der E-Gitarre zu einer ganz neuen Einsatzform zu verhelfen. Gitarristen wie Ritchie Blackmore, Angus Young, Carlos Santana und Jimmy Page standen ebenso wie die Sänger im Rampenlicht und wurden zu den Idolen einer ganzen Generation. Die Verkäufe von Gitarren, Verstärkern und Zubehör schoss in die Höhe und ein Großteil der Jugendlichen wollte E-Gitarre spielen wie die großen Stars.

Formen

Die herkömmlichen Formen der E-Gitarre waren Telecaster und Stratocaster. Diese Urform der elektronischen Seiteninstrumente wurde nicht zuletzt durch den Gitarrenhersteller Fender bekannt, dessen Produkte in der heutigen Zeit viele tausend Euro wert sind und gerade wegen dem Vintage-Sound, als dem Original heiß begehrte Sammlerstücke sind, die allerdings keinesfalls im Regal verstauben, sonder noch zahlreich eingesetzt werden.

Bauarten

Nach und nach entstanden neue Bauarten der E-Gitarre und die Hersteller schnappten sich berühmte Gitarristen vom Markt, um ihnen maßgeschneiderte Instrumente zuzuteilen. Von einem sogenannten Endorsement Deal hatten beide Parteien einen Vorteil. Die Hersteller konnten die Gitarren besser verkaufen, weil ein James Hetfield oder ein Dave Mustaine Werbung dafür machten, und die Gitarristen bekamen Instrumente, die ihnen auf den Leib zugeschnitten waren. Im Laufe der Zeit gab es eine breite Palette an Modellen. Stratocaster, Telecaster, Flying V, Doubleneck, Custom, SG, Gibson Les Paul, um nur einige zu nennen.

Gitarristen

Viele Gitarristen versteiften sich aber nicht nur auf ein bestimmtes Instrument, sondern nutzten zur Erzeugung eines einzigartigen Sounds eben auch nur gewisse Verstärker und ausgesuchte Effektgeräte. Mit Effekten war es möglich, den Klang einer E-Gitarre so zu verändern, dass man bereits am Sound erkannte, welcher Gitarrist spielt, bzw. welche Band ein Stück zum Besten gibt. Bei den Effektgeräten hat man die Auswahl zwischen einem Verzerrer, Flanger, Delay, Echo, Reverb, Wah Wah, Pitch, Chorus und vielen weiteren Kombinationsmöglichkeiten. In den 80er Jahren ging man wieder dazu über, im Zuge der Dark Wave Musik und des Elektropop, die E-Gitarre mehr in den Hintergrund zu rücken. Wieder ohne Verzerrung gespielt, diente sie mehr der Untermalung, als der dominanten Wiedergabe von Riffs oder Melodien. Bekannte Pop-Bands, die mit einer Clean gespielten E-Gitarre zu einem sehr hohen Bekanntheitsgrad gelangten, sind U2, INXS, Simple Minds und The Police beispielsweise. Hier wird die E-Gitarre als gleichberechtigtes Begleitinstrument eingesetzt und lässt den anderen Bandmitgliedern Raum zur Entfaltung.
Heute spielt die E-Gitarre in der Popmusik kaum noch eine Rolle, da die meiste Musik mit dem Computer erzeugt wird. Die analoge Tonerzeugung eines Seiteninstrumentes wirkt in der modernen Musikproduktion eher als Störfaktor, weshalb moderne Musik auf Synthesizern und Drummachines basiert.

Foto: T.H.Klimmeck-Fotolia

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