Musicattack
Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist
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Seitdem Bon Iver im Jahr 2008 sein von Kritikern hochgelobtes Debüt-Album „For Emma, Forever Ago“ veröffentlichte, sind 3 Jahre ins Land gegangen. Nun hat das bange Warten endlich ein Ende. Am 17. Juni erschien sein selbstbetitelter Nachfolger. Im Herbst ist Bon Iver auf Deutschlandtour.
Bon Iver, der von seinen Eltern ursprünglich den Namen Justin Vernon in die Wiege gelegt bekam, sich aber von der kalten Jahreszeit so magisch angezogen fühlte, dass er seinen Künstlernamen der französischen Bezeichnung für Winter („hiver“) entlehnte, bleibt auf seinem neuen Album zumindest thematisch seinen Wurzeln treu. Auch auf dem selbstbetitelten neuen Werk „Bon Iver“ dreht sich alles rund um das Gefühl, das der Winter in einem hervorruft, wenn er mit kalten Winden um die Häuserecken fegt, weiße Flocken vom Himmel schickt und ruhende Gewässer zu Eis erstarren lässt. [...mehr]
Wie “psychedelic hypno-groove melodic rock music” klingt, durften die Zuschauer beim Tame Impala Konzert am vergangenen Freitagabend in Berlin erleben. Leichtfüßig und hörbar entspannt hüpfte das zahme Antilopentier in wunderbaren Träumen versunken über die Bühne im Festsaal Kreuzberg.
Ein psychedelisches Klanggeflecht spannt sich durch den Saal, von der Bühne bis in die letzte hintere Ecke. Es umfängt die Zuschauer wie ein Netz, breitet sich aus, streichelt ihre Wangen, so dass sie sichtlich berührt von rechts nach links wippen. Ein süßlicher Duft schwirrt durch die Luft. Ist er es, der das Publikum besänftigt und eine nahezu seltsam entspannte Stimmung hervorruft? Auf der Bühne berühren nackte Füße die am Boden liegenden Effektgeräte. Ein Tritt und die Gitarre spricht in veränderter Stimme zu uns, ist mal nah, mal fern, entschwebt in andere Sphären. Tame Impala entführen uns in eine fremde Welt, eine andere Zeit. [...mehr]
Bombay Bicycle Club nahmen ihr Publikum am vergangenen Donnerstagabend im ausverkauften Lido sprichwörtlich in den Schwitzkasten. Bei so viel jugendlichem Charme blieb kein Auge – und kein T-Shirt – trocken.
Nahezu schüchtern treten sie auf die Bühne, die vier Jungs vom Bombay Bicycle Club. Ihre noch jungen Jahre, die man auf ihren Platten kaum zu hören vermag, sieht man ihnen von Angesicht zu Angesicht wohl an. Sänger Jack Steadman, der sich anfangs kaum einen Blick in die Zuschauermenge zu erlauben scheint, wechselt die Mine vom fast verlorenen Blick an die Decke zu einem verstohlenen Grinsen, als er aus den wohlwollenden Gesichtern und den wippenden Köpfen im Publikum abliest: „Wir kommen an!“ Die Musik liegt ihnen im Blut, steckt ihnen in den Knochen. Härtere, Schlagzeug und Gitarren lastige Passagen verursachen ein kollektives Aus-Sich-Herausbrechen, das teilweise nahezu einstudiert wirkt. Nichtsdestotrotz: Das Publikum lässt sich anstecken. [...mehr]
Royal Bangs sind aufgebrochen, um der Musik unserer Tage ihre oft monotonen Ausprägungen auszutreiben. Mit ihrem Album „Flux Outside“ lassen sie Worten Taten folgen und haben ein alles andere als monotones Stück Musik geschaffen.

Zwei Studioalben haben Royal Bangs aus Knoxville bereits auf den Markt gebracht. Am 20.05. folgt nun die Nummer 3. Und die kann sich hören lassen! Verzerrte Gitarren und Stimmen treffen auf treibende Rhythmen und changierende elektronische Effekte. Wie das klingt? Wie dem Wahnsinn verfallener Rock’n’Roll! Wen wundert’s? Schließlich sind die Songs zu großen Teilen im Proberaum der Band geschrieben worden, der Teil einer ehemaligen Methadon-Klinik ist. [...mehr]
Tame Impala haben mit ihrem Debüt-Album „Innerspeaker“ Wellen geschlagen. Und das weit über ihr Heimatland Australien hinaus. Nachdem sie bereits im vergangenen November auf deutschen Bühnen überzeugten, kehren sie im Juni zurück und beglücken uns mit 4 Konzerten.
Eine zahme afrikanische Antilope auf Abwegen – das ist Tame Impala. Ein zahmes Impala-Antilopentier versetzt ins australische Outback, verloren in den Weiten des Graslandes, fernab der Heimat und der Artgenossen. Wie anmutig und leichtfüßig es trotzdem durch die Fremde springt, als wäre es nie woanders zu Hause gewesen. Genau das ist es, was die Band ausmacht. [...mehr]
Rubik ist der Geheimtipp des Jahres im Bereich Indie-Pop. Nachdem die vier Finnen bereits ihr Heimatland eroberten, wollen sie nun auch uns mit ihrem mittlerweile dritten Album „Solar“ vollends verzaubern.
Rubik – das sind Artturi Taira, Jussi Hietala, Samuli Pöyhönen und Sampsa Väätäinen aus der finnischen Hauptstadt Helsinki. Nach zwei bereits veröffentlichten Alben wollen sie nun auch über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus auf sich aufmerksam machen und mit ihrem dritten Komplettwerk „Solar“ die Fühler ganz weit ausstrecken. Die Band, die sich den Namen des berühmten, bunten Knobelwürfels zu Eigen machte, scheint genauso undurchschaubar und vielseitig wie das beliebte Denkspiel. Auf „Solar“ lässt das Quartett die Sonne erst aufgehen, um sich anschließend vor ihr zu flüchten und sie wieder unter dem Horizont verschwinden zu lassen. [...mehr]
Angus and Julia Stone setzen sich im Mai in ein großes Düsenflugzeug, um für ein exklusives Konzert zu uns nach Deutschland zu kommen. Die Show in der Passionskirche Berlin ist schon jetzt restlos ausverkauft und verspricht eines der Highlights des Konzertfrühlings zu werden.
„Big Jet Plane“ – das war der Song, mit dem Angus and Julia Stone im vergangenen Jahr geradewegs unsere Herzen ansteuerten und zur Landung in eben selbigem ansetzten. Keine Eintagsfliege oder ein One-Hit-Wonder! Das Düsenflugzeug hat sich nicht nur einen festen Platz in unseren Gehörgängen ergattert, sondern erhielt auch den australischen ARIA Award als beste Single 2010. Nachdem Julia in diesem Jahr zunächst auf Solopfaden wandelte und ihr erstes Album ohne Bruder Angus auf den Markt brachte, scheint es nun wieder an der Zeit gemeinsame Wege zu gehen. Wir freuen uns ganz besonders, das bezaubernde Geschwisterpaar am 13.05. in Berlin begrüßen zu dürfen. [...mehr]
Elbow rockten mit ihrem Album “The Seldom Seen Kid“ bereits 2008 das Vereinigte Königreich. Mit dem Nachfolger „build a rocket boys!“ wird nun sprichwörtlich auch der Ellenbogen in Richtung Festland ausgefahren. Am 15. April erscheint das Album in Deutschland.
„Elbow“ ist, wenn man einem Zitat aus der BBC-Serie „Singing Detective“ Glauben schenkt, das wohl sinnlichste Wort, das einem Engländer über die Lippen kommen kann. Und genau aus diesem Grund wählte das Quintett aus Manchester diesen ungewöhnlichen wie einprägsamen Begriff als Label für sämtliche kreative Ergüsse, die es hervorbringt. Die Band mit dem Ellenbogen veröffentlicht am 15. April das neue Studioalbum „build a rocket boys!“ in Deutschland und schießt damit eine musikalische Rakete ab. [...mehr]
Kaizers Orchestra zündeten am vergangenen Abend ein fulminantes Feuerwerk im Berliner Postbahnhof und entfachten Flammen der Begeisterung im Publikum. Das norwegische Multitalent Jarle Bernhoft sorgte bereits im Vorprogramm für glühende Wangen.
Gerade haben sie das erste Album der Trilogie „Violeta Violeta“ auf den Markt geworfen und schon bringen sie es auch live unter die Leute. Kaizers Orchestra spielten am vergangenen Abend bereits das vierte und damit vorletzte Konzert ihrer diesjährigen Deutschland-Tournee. Die ohnehin als eine der besten Live-Acts der Welt gefeierte norwegische Band versetzte den Postbahnhof samt seiner Besucher in ein flammendes Inferno und lieferte eine atemberaubende Show. In altgewohnter Manier wurden Ölfässer und Alufelgen zweckentfremdet und zu (ja, das kann man in diesem Fall so sagen) Musikinstrumenten umfunktioniert. [...mehr]
The Sounds veröffentlichen am 08. April ein neues Album mit dem Titel „Something To Die For“ und führen es im Mai auch prompt in deutsche Städte aus. Was die 5 Schweden da an der Leine haben und wie bissig es ist, erfahren Sie bei uns.

Nach drei überaus erfolgreichen Alben mit verschiedenen Produzenten wollen The Sounds nun endlich einmal ihren eigenen Kopf durchsetzen. „Denn niemand weiß besser, was wir wollen, als wir selbst“, so Gitarrist und Songwriter Felix Rodriguez, „also warum sollten wir jemand anderen anheuern?“. Das neue Album „Something To Die For“ wurde 2010 komplett in Eigenregie geschrieben und aufgenommen. Ob es sich dafür zu sterben lohnt, werden wir wohl erst mit Erscheinung der Platte am 08.04.2011 erfahren. [...mehr]









