Musicattack

Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist

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Seit letztem Freitag (03.09.2010) steht nun die lang erhoffte vierte Platte der Jungs von Interpol in den Läden. Sie heißt schlicht und ergreifend Interpol – eine Zäsur, ein Neuanfang oder beides?

Man kann ohne Zweifel sagen, dass es das letzte Album der Band ist, das auch den Namen Interpol verdient hat. Denn nach dem Ausstieg des Bassisten Carlos Dengler ist auch ein großes Stück von Interpol selbst verloren gegangen – zumindest das, was sie in den letzten 10 Jahren ausgemacht hat. Auch wenn Carlos Dengler vielleicht „nur“ den Bass gezupft hat, so verkörpert doch genau er, was Interpol in ihrer Musik ausdrücken wollen. Kohlrabenschwarzes Haar, ein dunkler Kajalstrich, der die Augen einrahmt und diese geheimnisvolle Aura, die Dengler immer umgab. Genau das ist    [...mehr]


Die siebenköpfige kanadische Band Arcade Fire, um das Pärchen Win Butler und Régine Chassagne, begeben sich mit ihrem dritten Werk Suburbs zurück in die Vergangenheit. Doch bei ihrer Reise in ihre alten Heimatorte, in denen sie ach so glückliche Kindertage verbrachten, weicht der hohen Erwartung an Kindheitserinnerungen schnell fade Nüchternheit.

Seit dem 30. Juli 2010 ist das dritte Album der Kanadier in den Plattenläden – und was ist drauf? Die Erwartungen an Arcade Fire sind groß. Dem pompösen Debüt Funeral von 2004, folgte drei Jahre später ein schwermütiger Longplayer, in dem der Unmut über Bushs zweite Amtszeit selbst mit Ohrenklappen nicht zu überhören wäre.

Nach einer kräftezehrenden Welttournee, macht sich bei den Kanadiern der Wunsch nach der Heimat breit. Doch was in den Erinnerungen noch so friedlich und herzerwärmend wirkte, scheint beim heutigen Anblick pure Phantasie gewesen zu sein. Die Vororte zeigen sich in einem völlig anderen Bild –    [...mehr]


Endlich, da ist sie – Barbara! Nein, nicht die Schöneberger oder Top-Model Meier. Einfach nur schlicht und ergreifend Barbara – und trotzdem wundervoll, denn Sie kommt aus dem Hause We Are Scientists. Rules Don´t Stop ist der erste Ohrenschmaus des neuen Werks, welches am 18.06.2010 erscheint.

“Schlaue, kritische Geister mit exzellentem Geschmack und geilen Körpern” – We Are Scientists Fans werden mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass diese Charakteristika ohne Frage auf die Jungs von WAS zustimmen. Der Satz stammt zwar von den New Yorkern, beschreibt jedoch nicht sie selbst, sondern ihre Fans – also uns! Sind sie nicht charmant?! Diese Wissenschaftler kann man eigentlich nur lieben. Zumindest nach dem Debüt-Kracher With Love And Squalor aus dem Jahr 2006 war der Widerstand zwecklos. We Are Scientists ziehen die Hörerschaft in den Bann – bedingungslos!

Nach nun zwei Jahren sehnsüchtigen Wartens, ist endlich das neue Album und damit das dritte Werk der Jungs da! Die ersten Töne    [...mehr]


Die Suche nach MEINEM Sommerhit 2010 hat nun ein Ende. Passend zum Wetterumschwung, hat sich der Song Radar Detector von Darwin Deez in meinem Kopf festgesetzt und will da einfach nicht mehr raus. Auch Ohrwurm gefällig? Bitteschön:

Dass Darwin Deez wohl zu DEN Newcomern des Jahres gehört, ist längst kein Geheimnis mehr. Mit 18 packte er seine Koffer und machte sich von South Carolina auf den Weg nach New York. Guter Plan – denn schon bald gehörte er zur Anti-Folk-Szene, in denen auch Größen wie Adam Green zuhause sind.

Auch wenn der Name Darin Deez nach einem einzelnen Virtuosen klingt, so    [...mehr]


Die deutsche Rap-Kultur kann sich über eine neue Formation freuen - KraftKlub heißen sie und möchten den eingefahrenen deutschen Hip Hop mal ordentlich aufmischen. Wie? Ganz klar – mit Randie Pop…

Jetzt könnte man sich fragen, was in Gottes Namen soll denn bitte Randie Pop sein? Die Erklärung ist schnell gefunden, wenn man auf die MySpace Seite von KraftKlub stößt. Die Jungs von KraftKlub versuchen nämlich ganz gewagt, Rap mit Indie und Pop zu vereinen. Was dabei rauskommt – die Antwort kennt ihr schon. Klingt im ersten Moment irgendwie nach ein paar Musikern, die wieder auf Teufel komm raus    [...mehr]


Wer – wie ich – ein echter Fußball-Muffel ist, der kann zum Beginn der WM doch auch einfach auf ein tolles Konzert ausweichen. Oder auch zwei… Zufällig sind nämlich genau in diesem Zeitraum zwei tolle Acts, und zwar Richard Ashcroft sowie die Jungs von RX Bandits, im Lande. Sie könnten zwar unterschiedlicher nicht sein, aber so ist vielleicht für jeden etwas dabei.

  • Richard Ashcroft

Richard Ashcroft sollte ja eigentlich noch jedem ein Begriff sein. Ich sage nur: The Verve! Ja, er hat die 90er überlebt und ist noch heute – wenn auch nicht mehr ganz so präsent – musikalisch tätig. Dass Richard Ashcroft auf ganz großen Pop steht, hatte sich ja schon bei The Verve abgezeichnet. Ähnlich sieht es auch    [...mehr]


Schlaflos in Seattle! So könnte man wohl den Zustand der drei Jungs von Band Of Horses in den letzten Monaten bezeichnen, als sie fleißig an ihrer neuen Scheibe gebastelt haben. Nun ist das gute Stück der Indie-Rock-Kombo aus Seattle „Infinite Arms“ seit dem 14. Mai in allen Plattenläden. Und was bringt uns das neue Werk - Schlaflos oder schlafend in Seattle? Die neue Single „Compliments“ plädiert ganz klar für wach bleiben und genießen!

Wo einst Nirvana und Soundgarden zu Stars wurden, sind es heute – fast 20 Jahre später – Bands wie die Fleet Foxes, The Shins und natürlich Band Of Horses. Das Label Sup Pop hatte schon damals ein Gespür für feinsten Alternative-Rock  und außergewöhnliche Künstler. Daran hat sich nichts geändert – nur, dass Sup Pop flexibler geworden ist und damit wunderbare Bands, wie Band Of Horses, eine Chance bekommen haben.

Sänger und Gitarrist Ben Bridwell und Drummer Creighton Barrett gründen also 2004 die Band in Seattle. Später kam auch noch Bassist Rob Hampton dazu, um die Besetzung zu vollenden. Mit dem Meisterwerk „The Funeral“ 2006 dauerte es nicht mehr lange und Band of Horses waren in aller Munde.

Mit ihrem eigentümlichen Stil, der immer irgendwie zwischen Rock, Indie, Country und    [...mehr]


Da soll noch einmal jemand sagen, Nashville wäre öde und dort gäbe nix spannendes zu entdecken. Das mag für alle möglichen Bereiche zutreffen – so aber nicht für die Musik. Wie ja schon jeder weiß kommen die Kings Of Leon aus Nashville. Aber nicht nur die, sondern auch die hier: The Features.

Also wer sind diese Jungs überhaupt? Natürlich haben sich The Features nicht erst gestern getroffen und beschlossen Mukke zu machen. Ganz im Gegenteil – die Jungs sind quasi mit Musik groß geworden, zumindest weiß man das von den drei Gründungsmitgliedern Roger Dabbs, Parrish Yaw und Matt Pelham. Schon daheim wurde ihnen Musik von der Familie nahe gebracht und gefördert. Gute Eltern.

Da man ja auch in Tennessee eh nicht so viel machen kann, haben die Jungs aus purer Langeweile    [...mehr]


Tocotronics neuester Streich nennt sich Schall & Wahn und sorgt für ausverkaufte Konzerthallen. Wo die vier Hamburger Indie-Rocker auch hinkommen, ihre Fans sind schon lange da und das seit fast zwei Jahrzehnten.

Tocotronic Sänger Dirk vom Lowtzow ©Flickr/ Shervin Afshar

“Im Zweifel für den Zweifel“ heißt die erste Single des neuen Tocotronic-Albums „Schall & Wahn“. Das dazugehörige Video feierte am 1. April Premiere. Auf der Homepage der Band heißt es dazu vielversprechend: „Perverser als Fassbinder, boulevardesker als Billy Wilder, unheimlicher als Dario Argento“. Wenn das nichts heißen mag…    [...mehr]


Der schlaksige New Yorker Adam Green hat sich wohl vor allem durch seine Vorliebe zum weiblichen Geschlecht einen Namen gemacht. Jetzt ist er mit seinem sechsten Longplayer zurück – und das sogar ganz ohne Jessica, Carolina und Emily. Adam Green hat sich in der Vergangenheit aber nicht nur den Frauen gewidmet.

Sein Musikrepertoire, mit dem er uns die letzten Jahre versorgt hat, reicht von „A“ wie Antifolk über „I“ wie Indie bis hin zu „Z ziemlich abgedreht. Aber genau dafür lieben Ihn seine Fans, den man konnte nie mit Sicherheit sagen, was einen als nächstes erwartet. Doch sich im Dickicht der Vielseitigkeit nicht völlig zu verlieren ist eine Gradwanderung. Adam Green hat dieser wackeligen Angelegenheit nun mit seinem neuen Album „Minor Love“ wieder Standhaftigkeit verpasst.

Was schon im Vorgänger „Sixes and Sevens“ dezent zu erahnen war, zeigt sich nun in voller Größe. Adam Green findet nach seiner mannigfaltigen Reise durch den Musikgenre-Dschungel zurück    [...mehr]


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