Musicattack
Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist
» Hip Hop
Barack Obama, einer der Anwärter auf das Amt des amerikanischen Präsidenten, befindet sich mitten im Wahlkampf für die Wahl am vierten November. Obwohl beide für die Demokraten antreten, konkurriert der erste farbige Kandidat mit realistischen Chancen auf das “mächtigste Amt der Welt” vor allem mit der ersten weiblichen Präsidentschaftskandidation Hillary Clinton. In diesem nach der Bundeswahlbehörde FEC wahrscheinlich teuersten Wahlkampfs aller Zeiten, greifen die Kandidierenden auch auf ungewöhnliche Mittel zurück. Barack Obama hat sich nicht nur das Rauchen abgewöhnt, sondern jetzt zusammen mit dem Hip Hopper DJ Green Lantern auch ein Mixtape mit dem kämpferischen Titel “Yes we can!” veröffentlicht. Einige der Tracks können jetzt umsonst über das Internet heruntergeladen werden. Der Rapper, der schon über seine MySpace-Seite den Track “We Need Barak” veröffentlichte stellte das Mixtape angeblich gemeinsam mit dem Präsdentschaftskandidaten und Russel Simmons, dem Mitbegründer von Def Jam, zusammen.
Anders als in Europa, wo sich politischer Hip Hop häufig völlig gegen etablierte Politik richtet, scheint es in Amerika möglich zu sein, sich innerhalb der Szene am Wahlkampf zu beteiligen, ohne das Gesicht zu verlieren. Denn der Support für Obama aus der Hip Hop-Community beschränkt sich aber nicht allein auf DJ Green Lantern. Erst kürzlich durfte Obama einen kurzen Part für das Album des ehemaligen A Tribe Called Quest-Rappers Q-Tip einsprechen und auch Will.I.Am von den Black Eyed Peas veröffentlichte zwei Tracks für Obama. [...mehr]
Skandale sind für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nichts neues. Nicht nur verließ er kurz nach der Wahl seine Ehefrau zu Gunsten des Ex-Models Carla Bruni, sondern auch seine Politik ist heftig umstritten. Vor allem während seiner Zeit als Innenminister war er für seines harten Vorgehen gegen die Jugendlichen aus den Pariser Banlieues berüchtigt – und wurde so zum absoluten Feindbild der französischen Hip Hop-Szene, die nicht zuletzt in den sozial-benachteiligten Vorstädten am lebendigsten ist.
Ausgerechnet Pierre Sarkozy, der 22-jährige Sohn des Politikers, hat jetzt angekündigt nach seinem abgebrochenen Studium unter dem Namen Mosey ein eigenes Hip Hop-Album zu veröffentlichen. Der Präsidentensohn hatte bis jetzt unerkannt das Label Crime Chantilly betrieben und war als Hip-Hop-Produzent tätig. Er hatte sogar unter anderem für den Rapper Poison gearbeitet, der mit einem Anti-Sarkozy-Video für Furore gesorgt hatte. Als der erfuhr, mit wem er da für einen Track zusammengearbeitet hatte, war er außer sich – aber hin oder her, Mosey liefere einfach “good shit” und hätte sich Poison gegenüber “immer immer korrekt verhalten.”
Jetzt begibt sich Mosey also selbst hinters Mikro, und zwar zusammen mit dem Rapper Doc Gynéco (auf deutsch: Frauenarzt) – das mag den Vater beruhigen, denn dieser Rapper war praktisch der einzige Hip Hop-Vertreter, der Nicolas Sarkozy im Wahlkampf politisch unterstützt hatte. Ob das Album, das der Präsidentensohn präsentieren will, aber in der Szene akzeptiert wird, bleibt zu abzuwarten. Den glaubhaften Sound von der Straße wird ihm sicherlich niemand abkaufen. [...mehr]
Waaaaaaaass? Werden jetzt sicherlich einige Kenner der Musikszene entsetzt aufschreien. Kool Savas soll ein Gegenbild zu den üblichen Prollrappern wie Bushido, Fler, Sido und Massiv sein? Hat Savas nicht vor Jahren mit Songs wie „LMS (Lutsch meinen Schwanz)” oder „Schwule Rapper” für Aufsehen in der Rap-Szene gesorgt und gilt seitdem als einer der meist gehassten Rapper des Branche.
Nein, ich meine jenen Savas der letzten Jahre, der mit wohl überlegten Texten auf den Wandel in der Szene hinweist und trotz seines Migrantenhintergrundes nicht permanent auf dieser Tatsache herumreitet und versucht, damit eine völlig neue Generation auf seine Seite zu ziehen. Während sogar DSDS, das unter den Bloggern inzwischen als „Migrantenstadl“ verschrien ist, sich diesem Trend anpasst, haben die Texte von Kool Savas einfach mehr Tiefe.
Selbst auf Angriffe, wie die seines einstigen Ziehsohnes Eko Fresh, kontert der Rapper überlegt und während Eko als ehemaliger „König von Deutschland“ inzwischen in der Versenkung verschwunden ist, erfreut sich Savas einer treuen Anhängerschaft, die auch seine neue Tour zum Album „Tot oder lebendig“ wieder zu einem vollen Erfolg machen werden.
Wer mag, kann Savas ab Mai in folgenden Städten sehen:
• Bielefeld 20.5
• Losheim am See 21.5
• Ingolstadt 22.5
• Amberg 25.5
• Mainz 27.5
• Heidelberg 28.5
• Aschaffenbrug 29.5
• Düsseldorf 30.5
• Lingen 31.5
• Oldenburg 1.6
• Kiel 2.6 [...mehr]
Madonna ist eine der facettenreichsten Künstlerinnen der Neuzeit. Seit nun mehr 25 Jahren singt die Musik-Ikone auf den Bühnen dieser Welt und hat dabei keine Musikrichtung ausgelassen. Nun widmet sich Madonna dem Hip Hop-Genre und erfährt durch Justin Timbalake, Timbaland und Pharell großartige Unterstützung.
Kaum zu glauben, aber Madonna wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Ich kann mich noch sehr gut an die Kontroversen erinnern, als eine junge Madonna ihr Album „like a virgin“ veröffentlichte und alle Welt vor Empörung aufschrie. Diese anrüchige Künstlerin mit ihrer bisher nie dagewesenen Offenherzigkeit rief sämtliche Jugendschutzorganisatoren auf den Plan, aber letztendlich ebnete sie den Weg für die nachfolgende Künstlergeneration, denn „sex sells“. Heute gehören nackte Tatsachen wie selbstverständlich zu den Musikvideos und niemand regt sich mehr darüber auf.
Aber Madonna gefiel sich zeitlebens in der Rolle der Stilbrecherin. Ihre Alben „Vogue“, „Ray of Lights“ und „Hung up“ wusste sie gekonnt durch persönliche Stilveränderung wunderbar in Szene zu setzen. Als sie 2005 in ihrem Video zur Pop-Single „Hung up“ plötzlich im 80er Jahre Fitness-Look auftauchte und selbst als zweifache Mutter mit ausgeglichenen Körperproportionen glänzte, war sie sich der Schlagzeilen gewiss. So kontrovers ihr künstlerisches Leben auch gewesen sein mag, inzwischen verneigt sich die Fachwelt vor Madonna. Sieben Grammys, ein Golden Globe für „Evita“ sowie zahlreiche Goldenen Platten sprechen eine Sprache für sich.
Nun also Hip Hop – man darf gespannt sein. An dem 25. April wird das Album „Hard Candy“ in den Plattenläden zu erhalten sein. Gleich die erste Single-Auskopplung „4 Minutes To Save The World” wird von Justin Timbalake gefeatured. Mit Sicherheit wird auch dieses Album ein Erfolg werden, schließlich haben gerade Timbaland und Pharell einen Riecher für aktuelle Trends. [...mehr]
Die Mitbegründer der Deutsch-Hip-Hop-Kultur haben 2008 nach jahrelanger Abstinenz wieder ein neues Album kreiert und werden ab April wieder die Konzerthallen in Deutschland beschallen.
Endlich – werden sich die Fans der Brote gedacht haben, als Doktor Renz, König Boris und Björn Beton ankündigten, dass ab März das neue Album „Strom und Drang“ in den Plattenläden zu haben ist. Mit der ersten Singleauskopplung „ Bettina – zieh Dir bitte etwas an“ schließen Fettes Brot nahtlos die Lücke zwischen „Schwule Mädchen“ von 2002 und „Emanuela“ aus dem Jahr 2005. Laut, schrill, einprägsam und lustig – wie alle Singles der Brote wird auch das neue Lied einschlagen wie eine Bombe. Nachdem der Song in den Radiostationen und den Clubs gespielt wird, sieht man überall die Menschen begeistert schreien – „ Beeeetiiiinnnaaa -……..!“. Dieser Song wird es garantiert an die Spitze der deutschen Charts schaffen.
Bekannt wurde Fettes Brot schon Mitte der neunziger Jahre, als man mit „Nordisch by nature“ erstmals auf sich aufmerksam machen konnte. Zusammen mit den Fantastischen Vier machten die Brote den deutschen Hip Hop populär und erarbeiteten sich einen Kultstatus. Ihr Song „Jaein“ wird heute noch von den Stationen gespielt, „Silberfische“, „Schwule Mädchen“, „Emanuala“ und „Lieblingslied“ gehören zum Pflichtprogramm eines jedes DJs. Auch vom neuen Album kann man sicherlich jede Menge erwarten.
Fettes Brot wird wie bereits erwähnt ab April auf Tour und hier sind die Daten:
22.04.2008 Flensburg – Deutsches Haus
23.04.2008 Dortmund – Westfalenhalle 2
24.04.2008 Trier – Europahalle
25.04.2008 Köln – Palladium
27.04.2008 Stuttgart – LKA Longhorn
28.04.2008 CH-Zürich – Volkshaus
29.04.2008 Wiesbaden – Schlachthof
30.04.2008 München – Georg-Elser-Halle
02.05.2008 Leipzig – Werk II
03.05.2008 Dresden – Alter Schlachthof
04.05.2008 Berlin – Columbiahalle
06.05.2008 Hannover – AWD Hall
07.05.2008 Bielefeld – Ringlokschuppen
08.05.2008 Bremen – Pier 2
09.05.2008 Hamburg – Stadtpark
12.05.2008 A-Graz – Orpheum
13.05.2008 A-Salzburg – Republic
14.05.2008 A-Linz – Posthof [...mehr]
Timbaland- ein Stern am Musikhimmel, der nicht zu verglühen scheint. Im Gegenteil. Er hat gerade wieder ein absolutes Hoch. Grund genug den Musiker und Produzenten genauer unter die Lupe zu nehmen!
Timbaland, wie ihn alle kennen, heißt eigentlich Timothy Z. Mosley und wurde 10. März 1972 in Norfolk, Virginia geboren.
Er ist (erfolgreicher) Hip Hopper, R’n'B Musiker und Produzent, der eigentlich schon seit Mitte der 90′er Jahre im Musikgeschäft tätig ist.
Wie wurde Timbaland so berühmt?
Es begann mit den ersten Auftritten als Solist „DJ Timmy Tim“, dann ging’s weiter mit seinen Jugendfreunden Missy Elliot und Melvin „Magoo“ Barcliff, die dazu stießen.
Seine ersten Produktionserfahrungen sammelte er bei Elliots Band “Sista”.
Als “Sista” in das Künstler-Kollektiv Swing Mob aufgenommen wurde, nahm dessen Chef DeVante Swing Timbaland in sein Produzententeam auf, der ihm auch seinen Künstlernamen „Timbaland“ (angelehnt Schuh-Marke Timberland) gab.
Timbaland wurde zu einem der erfolgsreichsten Produzenten der späten 1990er Jahre.
1995: Swing Mob löste sich auf. Elliot und Timbaland machten gemeinsam als Songwriter-/Produzententeam weiter.
1996: Ihr bis dahin größter Erfolg, das Album “One In A Million” von Aaliyah, für sie neun Songs schrieben.
2006: Die beiden Alben “Loose” von Nelly Furtado und “Futuresex/LoveSounds” von Justin Timberlake erreichen hohe Chartpositionen.
2007: Zweites Soloalbum von Timbaland
Was hat Timbaland bisher gemacht?
1997: Welcome to Our World (Timbaland & Magoo)
1998: Tim’s Bio: Life from da Bassment (Solo Album)
2001: Indecent Proposal (Timbaland & Magoo)
2003: Under Construction Part (Timbaland & Magoo)
2007: Timbaland Presents Shock Value (Solo Album)
Singles:
1997:
Up Jumps Da’ Boogie(mit Magoo featuring Missy Elliott & Aaliyah)
1998:
Luv 2 Luv U (Remix) (mit Magoo featuring Shaunta & Playa)
Clock Strikes (Remix) (mit Magoo featuring Mad Skillz)
Here We Come (featuring Magoo, Missy Elliott & Darryl Pearson)
2001:
Drop (mit Magoo featuring Fatman Scoop)
All Y’all (mit Magoo featuring Tweet & Sebastian)
We Need A Resolution (Aaliyah featuring Timbaland)
Ugly (Bubba Sparxxx featuring Timbaland)
2003:
Cop That Shit (mit Magoo featuring Missy Elliott)
Indian Flute (mit Magoo featuring Sebastian & Raje Shwari)
2004:
Who Is She 2 U (Brandy featuring Timbaland)
2006:
Ice Box (Omarion featuring Timbaland)
Promiscuous (Nelly Furtado featuring Timbaland)
Sexy Back (Justin Timberlake featuring Timbaland)
Wait a Minute (The Pussycat Dolls featuring Timbaland)
2007:
Give It to Me (featuring Nelly Furtado & Justin Timberlake)
Anonymous (Bobby Valentino featuring Timbaland)
Release (featuring Justin Timberlake)
The Way I Are (featuring Keri Hilson, D.O.E. & Sebastian)
Apologize (Timbaland presents OneRepublic)
Ayo Technology (50 Cent featuring Justin Timberlake & Timbaland)
Throw It on Me (featuring The Hives)
2008:
Scream (featuring Keri Hilson & Nicole Scherzinger)
.. und die Erfolgsgeschichte wird weitergehen!
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Gestern wurden auf den Rapper Massiv drei Schüsse abgegeben. Unbekannte haben den Sohn von palästinensischen Flüchtlingen im Berliner Bezirk Neukölln angeschossen und sind anschließend unerkannt geflüchtet. Laut seiner Plattenfirma “No Limits Music” habe der Rapper sehr viel Blut verloren und sei über die Tat sehr geschockt.
Während gestern noch der Schock über diese brutale Tat die Nachrichten beherrschte, mehren sich nur einen Tag später erste Zweifel über den geschilderten Tathergang. Es wird mancherorts sogar darüber spekuliert, ob das Ganze eine Inszenierung war, denn am kommenden Freitag wird das Album neu auf dem Musikmarkt erscheinen. Ähnliche Fälle gab es bereits in den USA, um in Vorfeld einer Plattenveröffentlichung für Publicity zu sorgen.
Der Polizei, die momentan in alle Richtungen ermittelt, ist zunächst aufgefallen, dass bereits um 22.35 Uhr im Internetforum des Rappers Massiv erste Hinweise auf ein Attentat gab, obwohl der Sänger erst um 22.42 Uhr ins Krankenhaus eingeliefert. Wie die genauen Details so schnell auf die Internetseite von Massiv gelangen konnten, wird derzeit von der Polizei ermittelt. Außerdem spricht sein Musiklabel “No Limits Music” von einem glatten Durchschuss an der Schulter, die Polizei hingegen von einem Streifschuss am Oberarm. Für erfahrene Beamte auf Seiten der Polizei ist es zudem verwunderlich, dass drei gezielte Schüsse aus nächster Nähe abgegeben wurden und keines der Geschosse große Verletzungen hervorrief, schließlich verließ Massiv noch am Abend auf eigenen Wunsch das Krankenhaus.
Die Tat, wenn sie so geschehen sein sollte, ist ein neues Maß an Gewalt in der umkämpften deutschen Rappszene. Sollte sie jedoch nur geschehen sein, um das neue Album des Rappers zu pushen, ist sie äußerst verwerflich und alle beteiligten Parteien sollten hart betsraft sowie das Album vom Markt genommen werden. [...mehr]




