Musicattack
Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist
» News
Bushido, der Berliner Skandalrapper, hat sich bisher nicht als der beste Schwiegersohn präsentiert. Nun hat der Hip Hopper aber doch plötzlich familiäre Regungen gezeigt: “Ich würde meine Mutter gerne zur Oma machen” sagte er gegenüber dem Xpress. Mit dieser Aussage sicherte er sich gleich die Titelseite des österreichischen Jugendmagazins. Der harte Rapper wünscht sich also Kinder.
Sobald er die richtige Mutter seiner zukünftigen Kinder gefunden hat, will sich der Rapper angeblich völlig ins Familienleben zurückziehen – sein letztes Album “Alles gute kommt von unten” solle dann auch das vorerst letzte seiner knapp 10jährigen Karriere bleiben. Weiterzumachen würde sich Bushidos Meinung nach wie die Verlängerung eines Fussballspiels anfühlen – und das dauert ja bekanntlich nur 90 Minuten.
Ob seine Vaterschaft wirklich das Ende seiner Karriere, die geplastert war von Skandalen, Sex und Auseinandersetzungen, besiegeln wird, bleibt abzuwaren. Bushidos ehemaliger Kollege Sido hatte seinem Sohn ja auch gleich eine eigene Singleveröffentlichung gewidmet. [...mehr]
Ein ängstliches Zittern geht durch die internationale Musikindustrie. Kommt eine Zeit, in der keine CDs mehr in den Regalen stehen werden, sondern Musik nur noch kostenfrei im Internet heruntergeladen wird? Nach dem Aufkommen von mp3, angeblich immer größeren Umsatzeinbußen durch illegale downloads und allein über Webseiten promotete Underground-Bands: was man sich einmal als mehr oder weniger einheitliche Musikindustrie mit großen, die Trends setzenden Major-Labels vorstellen konnte, verliert immer mehr an Einfluss und ist durch die Vermarktungsstrategien des Internet in Frage gestellt. Was hier als Horrorszenario beschworen wird, ist natürlich keines für die Verbraucher – die können sich über die gesparten Euros freuen. Auch die Behauptung, die Umsatzeinbußen würden die Förderung von jungen Talenten verhindern ist mehr als fadenscheinig, denn Plattformen wie MySpace und LastFM funktionieren als dezentrale Innovationsgeneratoren und die Erfolgsgeschichten von Bands Clap Your Hands Say Yeah und den Arctic Monkeys beweisen die Unabhängigkeit junger Talente vom big bussiness.
Das Geschäft liegt schon jetzt weit weniger im Verkauf von Tonträgern als noch vor wenigen Jahren und dagegen wird die Vermarktung von Rechten und von Live-Shows immer bedeutender. Nachdem Radiohead mit ihrem Album “In Rainbows” den Anfang gemacht hatten und Nine Inch Nails und Coldplay mit neuen Singles nachgezogen sind haben jetzt auch Metallica angekündigt ihr nächstes Album als kostenlosen Download zur Verfügung zu stellen. Das von den Fans lang erwartete Album “Mission Metallica” wird unter der gleichnamigen Internetadresse ab Mai zu hören sein.
Ob wir es mit dieser großzügigen Veröffentlichungsstrategie aber wirklich mit den ersten Tönen einer Zukunftsmusik zu tun haben ist durchaus fragwürdig – die Pioniere von Radiohead jedenfalls haben angegeben, bei der kostenlosen Internet-Veröffentlichung habe es sich um eine einmalige Aktion gehandelt. Vielleicht also nur ein probates Mittel um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen?
Auf musiksocke.de findet sich alternativ eine Auflistung der Anbietern, die einen legalen Musik Download gegen Gebühr anbieten. [...mehr]
Nun ist es doch passiert. Benjamin Herd musste bei DSDS die Segel streichen. In der 5. Mottoshow scheiterte der „kleine Checker“ doch am Zuschauervoting. Zwar war die Qualität der Beiträge nicht wirklich von Qualität geprägt, aber die Leistung des kleinen „Mannes“ fiel noch deutlich von den anderen Kanditen ab. Während Thomas Godoj und Fady Maalouf wieder einmal überzeugten, war Bennis Vortrag wieder einmal ….
Die gespaltene DSDS-Fangemeinde war sich jeher unschlüssig, wie man Benni behandeln sollte. Bei der Verabschiedung waren die Pfiffe aus den Zuschauerrängen laut und deutlich zu hören. Nun hat DSDS einen Charakter verloren, der polarisierte – von nun geht es wirklich um die Kunst des Singens. Mal sehen, wie es weitergeht. [...mehr]
“The Wedding Present” haben nach drei Jahren ihr neues Album “El Rey” angekündigt – eine Seltenheit bei den britischen Indierockern.
In den 80er Jahren schafften es die Alternativ-Künstler um den Sänger David Gedge sich einen Namen mit simplen und dabei charmanten kleinen Songs zu machen, unter denen sich laut der britischen Radiolegende John Peel einige der besten Liebeslieder der Rockgeschichte befinden sollen. “The Wedding Present” waren eine der wenigen Bands, die nachdem sie als unabhängiger Indie-Act gestartet hatten, sich auch auf einem Major-Label ihre künstlerische Integrität bewahren konnten.
Obwohl sie zu Beginn der Neunziger sogar ins Guinness-Buch der Rekorde kamen, indem sie über ein Jahr lang jeden Monat eine neue Single veröffentlichten, waren sie mit der Veröffentlichung von Alben etwas geruhsamer: in über zwanzig Jahren brachten sie es nur auf knapp neun vollständige Alben. Es ist also eine kleine Sensation wenn jetzt eine neue Platte angekündigt wird.
Fraglich ist aber, ob die heutige Pop-Welt noch auf solch kleine Sensationen von mittlerweile verblühten Indie-Helden reagiert oder ob “The Wedding Present” nicht zu spät kommen, um noch vom Retro-Revival rund um die Achtziger zu profitieren. Einige treue Fans werden das Album sicherlich ungeduldig erwarten – nicht zuletzt auch deshalb, weil es von der Studiolegende Steve Albini produziert wurde, der in Indie-Kreisen als Garant für Qualität gelten kann. Ende Mai wird “El Rey” erscheinen, dann wird sich zeigen ob es sich gelohnt hat über drei Jahre zu warten. [...mehr]
Dieter Bohlen wusste sich schon immer in den Medien zu platzieren. Egal mit welchem Detail, der Wahl Hamburger scheute keine Medienpräsenz. Momentan bestimmt er das aktuelle Tagesgeschehen mit seiner Casting-Show DSDS.
Und um den Hype, der rund um DSDS existiert, optimal nutzen zu können, hat Bohlen auch gleich einen Ratgeber für kommende Casting-Generationen verfasst, der nun in Buchform erschienen ist. In „Nur die Harten kommen in den Garten“ können sich nicht nur seine aktuellen Zöglinge wie Fady Maalouf passende Tipps abholen, sondern auch jene Kandidaten, die bereits beim ersten Casting gescheitert sind.
Für Bohlen ist dies nicht der erste Ausflug ins Büchergeschäft. Bereits vor Jahren veröffentlichte der Musiker zwei Autobiographien, die er zusammen mit seiner Co-Autorin Katja Kessler zu Papier brachte. Trotz aller Kritik fanden sich beide Werke in den Bestseller-Listen wieder, obwohl eigentlich jeder bestreitet, das Buch jemals gelesen zu haben. Aber dies ist so oft bei Bohlen, öffentlich gescholten, heimlich gesehen und gehört, denn selbstverständlich gibt es beide Werke bereits als Hörbücher zu kaufen. Wie soll man sich sonst seinen riesigen Erfolg erklären?
Als sein Leben dann auch noch als Trickfilm von RTL produziert wurde, schien Bohlen endgültig in den Olymp der Musik aufgenommen worden zu sein. Egal wie, aber Bohlen geht seinen Weg und es gibt sicherlich nicht wenige Menschen, die ihn für sein Selbstbewusstsein bewundern. [...mehr]
Das neue Album “Hard Candy” von Madonna ist angekündigt und die bereits veröffentlichte Single ”4 Minutes” lässt durchaus die Vermutung zu, dass ihr Album um ein weiteres Mal avanciertesten Pop bieten wird – aus dessen Oberliga lässt sich Madonna nicht verdrängen. War ihr letzter Hit “Hung Up” noch an ABBA orientierter Electro-Pop, so klingt das neue Duo mit Justin Timberlake eher nach dessen typischem R’n'B-Sound.
Nun hat dann auch die leidige Diskussion wieder begonnen, die mit jedem Lebenszeichen der Diva verbunden ist – die Frage von zunehmendem Alter und kaschierender Performance. Ausgerechnet 50 ist sie dieses Jahr und gibt sich im Duett mit Justin Timberlake dennoch mit der Arrogannz, die nur der Jugend zusteht. Die vom demographischen Wandel ernüchterte Öffentlichkeit kommt in ihrem Neid darauf, dass Popstars eben nicht wie Normalsterbliche altern müssen, nicht umhin, dies “peinlich” zu finden. Das Gegenteil ist der Fall – der peinlichste und unangenehmste Moment von Madonnas Karriere war der, an dem sie die Diktaroren-Gattin Evita Perón mimte – von solch gesetzter Mütterlichkeit hält sie sich in Zukunft hoffentlich fern.
Wen kümmert es ob ihre Jugendlichkeit die Folge von Yoga, Buttermilch oder digitaler Retusche ist – es ist schlicht zu akzeptieren, dass selbst eine Madonna in der Midlife-Crisis die besseren Hits produziert. Es ist auf jeden Fall noch lange nicht Zeit, mit übergroßer Sonnenbrille in die kamerafeindliche Diven-Rente zu gehen. [...mehr]
Es wird immer bitterer für Stella Salato (22). Die talentierte Sängerin musste am Sonnabend aufgrund fehlender Zuschauerstimmen DSDS verlassen und wird nun mit Entsetzen hören, dass Benni Herd gestern auf eigenen Wunsch die DSDS-Villa verlassen hat und mit seinen Eltern nach Hause gefahren ist.
Während die Jury ihren Auftritt mit dem Song „Dreamlover“ gewürdigt hatte, fanden sich nicht genügend Stimmen für die 22jährige Mediengestalterin aus Bad Homburg (Hessen). Obwohl die Leistungen eines Benjamin Herd unterirdischen waren und von Jury-Mitglied Läsker dementsprechend auch beurteilt wurden „”Ehrlich gesagt, wäre ich heute am liebsten aufgestanden und raus gegangen. Benni, du nervst!”, scheint die schöne Italienerin keine Sympathien beim Publikum gewonnen zu haben.
Stella würde bestimmt liebend gern mit Benni tauschen, der laut eigenen Angaben einfach „keine Lust“ mehr habe, nun die Schule beenden und später Moderator werden möchte. Sein Spruch: „Die Frauen stehen auf Typen wie mich“ scheinen sich zumindest in der Teenager-Zielgruppe zu bewahrheiten. RTL gibt dem 16jährigen noch ein wenig Bedenkzeit, um seine Entscheidung in Ruhe zu überdenken. Eine Rückkehr dürfte allerdings mit einer Protestwelle verbunden sein, denn inzwischen gibt es richtige Anti-Benni-Seiten, die gegen den selbstbewussten Berufsschüler wettern.
Aber wahrscheinlich ist alle Aufregung umsonst, denn Bild titulierte in der vergangenen Woche, das mit Thomas Godoj (30) der Sieger bereits feststehe und andere Kandidaten wie Fady Maalouf oder Monika Ivkic keine Chance hätten. [...mehr]
Eine Musikflatrate wäre für jeden Liebhaber von kunstvoll gestalteten Klängen endlich die Lösung für die Probleme der Moderne. Statt wie bisher auf illegale Downloads zurückzugreifen, könnte sich eine rechtlich einwandfreie Alternative entwickeln, die das Potenzial besitzen würde, die Musikbranche völlig umzukrempeln.
Sony-BMGs CEO Rolf Schmidt-Holtz hatte gegenüber der Online-Ausgabe der FAZ geäußert, dass man das Projekt „Musikflatrate“ möglicherweise schon 2008 auf den Weg bringen möchte. Für ein Abonnement von sechs bis acht Euro im hätten die User die Möglichkeit auf die Musik des zweitgrößten Musikunternehmens zurückzugreifen. Allerdings sprach man in diesem Zusammenhang nur von einem Hören, weshalb Experten es sich hier um einen Streaming-Service handelt, der über den gesamten Zeitraum des Abonnements zur Verfügung steht. Um sich die beste Qualität bei der Musik sichern zu können, muss man bereits im Vorfeld einen DSL Tarifvergleich durchgeführt haben, um sich für den geringsten Preis die höchste Leitungskapazität zu sichern.
Aber Sony BMG ist auf diesem Sektor nicht allein unterwegs. Apple und Nokia sind ebenfalls auf der Suche nach einer nutzerfreundlichen Lösung für die User, wollen allerdings die Kunden unmittelbar an ihre Produkte binden. Letztendlich könnte der geneigte Musikhörer der Gewinner sein, wenn er mittels eines Tarifvergleiches die für sich beste Lösung in Sachen Musik finden kann. Großer Verlierer sind die Plattenländen und einige kleinere Musiklabels, die im Sog der Großen vollkommen untergehen. [...mehr]
Eine deutsche Band erobert die Welt. Nach Europa und Asien sind aktuell die USA an der Reihe.
Das die Amerikaner, nein, sagen wir Fans allgemein manchmal mit ihrer Liebe zu ihren Idolen leicht übertreiben dürfte schon lange kein Geheimnis mehr sein. Man erinnere sich zum Beispiel an den Verkauf von Madonna-Tickets. Doch das auch eine deutsche Band die noch im Wachstum ist, einen derartigen Erfolg verbucht ist eher seltener der Fall.
Tokio Hotel zeigen uns das positive Beispiel
Nachdem sie Europa und Asien im Sturm erobert haben, setzten sie ihren Erfolgskurs in Nordamerika fort.
Dort können sie sich über ausverkaufte Konzerte (bei ebay gingen Karten im Wert von bis zu 2.200 Dollar, also aktuell rund 1.500 Euro weg) in Montreal, Toronto und Los Angeles freuen- und das obwohl die Platte “Scream” auf Englisch erst im April in den USA erscheint. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freunde- und was gibt es besseres seine neue Platte zu vermarkten, indem man hungernde Fans live versorgt?!
Wer sind Tokio Hotel?
Tokio Hotel sind ursprünglich “Devilish” und kommen aus dem Raum Magdeburg. Den Ursprung findet Tokio Hotel in den beiden eineiigen Zwillingen Bill und Tom Kaulitz, die von ihrem Vater musikalisch gefördert wurden. 2001 trafen Bill und Tom bei einem Auftritt in Magdeburg Gustav Schäfer und Georg Listing, mit denen dann “Devilish” gegründeten wurde. 2003 wurde die Band vom Musikproduzenten Peter Hoffmann entdeckt woraufhin sie dann von BMG unter Vertrag genommen wurden, die aber kurz vor Veröffentlichung der ersten Platte den Vertrag kündigte. 2005 nahm die Universal Music Group Tokio Hotel unter Vertrag.
Tokio Hotel ist umstritten
Tokio Hotel ist eine Gruppe, die stark polarisiert. So wird die Band sowohl als “Marketing-Strategie” (da ja “Emo”, Rock und Alternativ-anders sein derzeit ein Trend ist) wie auch als “echt” wahrgenommen. In ihrer Musik und in ihren Texten, aber vor allem in dem Äußeren, schwimmen die Jungs auf einem Trend, der derzeit die Branche beherrscht. Ob es nur ein “Mitschwimmen” oder echt ist, muss sich jeder selbst beantworten. Zumal die Band selbst zwischen alternativem Aussehen und dem typischen Boygroup-Prinzip schwankt. Die Texte von Tokio Hotel drehen sich um Liebe, Wut und Weltschmerz- und das mit ihrem sehr jungen Aussehen und zartem Alter. Dieser Kontrast ist einer der Gründe für die große Beliebtheit der Band, führt aber außerhalb dieser Fangemeinde zu teilweise großer Ablehnung. [...mehr]
In der vergangenen Nacht wurden in Los Angeles wieder einmal die Grammys verliehen und die Gewinnerin des Abends war Amy Winehouse, die live aus London zugeschaltet wurde und emotional sehr aufgewühlt aussah.
Insgesamt fünf Grammys erhielt die britische Sängerin, die noch kurz vor Beginn der Show eine Einreisegenehmigung bekommen hatte, aber auf die Reise nach Los Angeles verzichtet. Unter anderem wurde sie „Beste Nachwuchskünstlerin
des Jahres“, sang mit „Rehab“ den „Song des Jahres“ und gewann in der Kategorie „Bestes gesungenes Pop-Album des Jahres“. Für Winehouse, die sich momentan einer Entziehungskur unterzieht, war dies anscheinend alles zu viel, immer wandte sie sich von der Kamera ab und verbarg ihre Emotionen an der Schulter der Mutter.
Zweiter großer Gewinner des Abends war Kanye West, der insgesamt vier Grammys erhielt und damit endgültig im Vergleich mit 50 Cent die Nase vorn hat. Er erhielt die Grammys in den Kategorien „Bestes Rap-Album“, „Beste Solo-Performance“, „Bester Rap-Song“ und „Beste Rap-Performance“. Für den eitlen Rapper dürfte die Preise eine weitere Bestätigung seines großen „Egos“ sein.
Etwas überraschend ging der Grammy „Album des Jahres“ an Herbie Hancock mit dem Album „River: The Joni Letters”. Die amerikanische Jazz-Legende, die 1940 in Chicago geboren wurde, gehört seit den 70er Jahren zu den festen Größen des Jazz und erntete jetzt späte Lorbeeren für seine Arbeit.
An der Verleihung nahmen wieder zahlreiche Stars der Musikszene teil, die allesamt auf eine Auszeichnung hofften. Die Grammys versprühten erneut Glanz und Glamour und gelten nicht umsonst als die höchste Auszeichnung im Musik-Business. [...mehr]




