Die Pop-Prinzessin Leona Lewis sitzt mit ihrem zweiten Album “Echo“ in den Startlöchern. Ihre Fangemeinde muss sich nicht mehr lange gedulden, denn die Platte erscheint schon am 17.11.2009. Einen ersten Klangeindruck zum Album bekommt man mit „Happy“, der ersten Single, die Leona als Vorreiter ins Rennen schickt.

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Spätestens seit ihrem unglaublichen Erfolg mit „Bleeding Love“ verwendet man Leona Lewis nur noch im Zusammenhang mit Superlativen. Diesen Umstand hat sie vor allem ihrem gewaltigen Stimmvolumen zu verdanken, mit dem sie die Welt auf sich aufmerksam gemacht hat. Weltweit über 6 Millionen verkaufte Platten ihres Debüts „Spirit“ sind der Beweis. Ihre unglaubliche Stimmgewaltigkeit zauberte nicht nur unzählige Fans, sondern führte auch dazu, dass die Presse sie als neue Whitney Houston, Mariah Carey oder Celine Dion betitelten – wenn auch mit einem weniger spannenden Image.

Um mit dem neuen Album an vergangene Erfolge anknüpfen zu können, hat sich Leona wieder die Produzenten und Songschreiber von OneRepublic ins Boot geholt. Leider scheint diesem Team jegliche Kreativität flöten gegangen zu sein, denn Echo kommt wie eine überarbeitete Version von dem Debütalbum „Spirit“ daher.

„Bleeding Love“ war ja eine ganz nette Ballade, aber nach vierfacher Überarbeitung in „Happy“, „My Hands“, „I Got You“ und „Lost Then Found“ macht sich dann doch Langeweile breit. Im Hintergrund ein paar eindringliche Synthie-Streicher, darüber ein fetziger Beat und obendrauf Leona, die über mehrere Oktaven eine herzzerreißende Melodie trällert. Das kennen wir schon, liebe Leona! Einige der Songs erscheinen nur durch die Gesangskünste Leonas halb so öde, doch alle Songs konnte sie damit nicht retten. Viele Tracks wie „Can´t Breathe“ oder „Outta My Head“ plätschern in einem nervigen Chart-Gedudel vor sich hin, so dass man nach drei Songs eigentlich schon weiß, wie die Platte weitergeht. Überraschungen – Fehlanzeige!!!

Nichts gegen das Talent von Leona – denn sie gehört derzeit zu den wenigen Pop-Diven, die tatsächlich mit herausragender Stimmgewaltigkeit überzeugen können. Doch das Album ist ein einziges Balladen-Monstrum, mit langweiligen, sich ständig wiederholenden Melodien und Arrangements ohne jegliches musikalisches Profil. Vielleicht sollte sich Leona Lewis bei ihrer nächsten Platte ein neues Team an Land ziehen, das weiß, was man mit dem Potential der Sängerin anfangen kann, um letztendlich DEN Sound von Leona Lewis zu schaffen.