Friska Viljor waren überwältigt vom Publikumsstrom, der am gestrigen Abend den Weg zum Astra Kulturhaus in die Revaler Straße fand. Nie zuvor waren sie vor so vielen Menschen als Headliner aufgetreten.



Friska Viljor sind definitiv eines der knackigsten schwedischen Exportprodukte seit Wasa. Und wer sich schon einmal durch eine Packung Wasa-Knäckebrot geknuspert hat, der weiß wovon ich spreche. Am gestrigen Abend bewiesen sie auf ihrem Tournee-Abschlusskonzert in Berlin einmal mehr, dass sie nicht nur zur schwedischen sondern auch zur weltweiten Indie-Elite gehören. Im reichlich gefüllten Astra Kulturhaus knackten sie die Grenzen zwischen Folk, Rock, Indie-Pop und gar Electro und boten ein abwechslungsreiches wie dynamisches Bühnenprogramm.

Friska Viljor: The Beginning Of The Beginning Of The End Tour

Vor nicht einmal 2 Monaten veröffentlichten Friska Viljor ihr viertes Studioalbum mit dem Titel „The Beginning Of The Beginning Of The End“. Der gestrige Konzertabend gehörte dementsprechend vorrangig den Songs vom neuen Album, die sich sehr harmonisch in ein ausgewogenes Programm aus Altbekanntem und Unerhörtem, sowie Ruhigem und Energiegeladenem einfügte.

William The Contractor: Support aus den eigenen Reihen

William The Contractor alias Markus Bergqvist sollte vielen in Verbindung mit Friska Viljor bereits ein Begriff sein, denn er ist kein Geringerer als der Mann, der bei den Schweden-Rockern hinter den Trommeln und Becken sitzt. Der Schlagzeuger der schwedischen Band veröffentlichte im März sein erstes Solo-Album mit dem Titel „Tall Stories“. So eröffnete er ein wenig zerstreut, aber sympathisch ungezwungen den gestrigen Abend mit einigen Songs aus seinem Soloprogramm.

Friska Viljor finden kein Ende… zum Glück!

Am gestrigen Abend schienen für Friska Viljor sämtliche Himmel aufzureißen: das letzte Konzert einer durchaus erfolgreichen Deutschland-Tournee in der Hauptstadt und dann auch noch in einem nahezu ausverkauften Haus. Sie sonnten sich in der strahlenden Euphorie des Publikums und fühlten sich so wohl, dass sie sich am Ende des Konzertes eins ums andere Mal den gröhlenden Zuschauern ergeben zeigten und eine Kaskade an Zugaben abfeuerten.

Das 2-stündige Programm stellte sich als erfrischende Mischung zwischen energiegeladenem Indie-Rock und dem Folk entliehenen Akustik-Songs dar. Dramaturgisch geschickt verwischten sie nicht nur die Grenzen zwischen den Genres, sondern flochten auch immer wieder amüsante Anekdoten aus ihrer Jugend oder gemeinsame Erlebnisse mit ein. Kurz vor Schluss ließen sie sich sogar dazu hinreißen einen Ausflug in die eigentlich so ferne Electro-Welt zu wagen. Hut ab, Friska Viljor!

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