Musicattack
Über Charts, Newcomer, Evergreens und alles was laut ist
» Pop
Wie jedes Jahr werden sich wieder einige Songs um den Status Sommerhit des Jahres 2008 bewerben. Songs wie „Macarena“ von Los del Rio haben sich dank einmaliger Berühmtheit einen Platz unter den Kultcharts gesichert. Da die meisten von ihnen generell in dem Genre „Jamaica-feeling“ beheimatet sind, möchte ich für dieses Jahr einmal einen unkonventionellen Vorschlag machen – Kat Deluna!
Der Song „Whine up“ wird erst am 30. Mai in deutschen Plattenläden erhältlich sein, aber weil das dazugehörige Album “9 Lives” bereits im vergangenen Jahr in den USA für Furore sorgte, kann man bereits jetzt eine Hörprobe auf youtube genießen.
Kathleen Emperatriz “Kat” DeLuna, so der vollständige Name der Künstlerin, wurde am 17. November 1987 in der Bronx von New York geboren und kam schon jungen Jahren zur Musik. Bereits im Alter von 12 Jahren stand die junge „Kat“ auf der Bühne und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Produzenten früh auf das Gesangstalent aufmerksam wurden. Der Song „Whine up“ schaffte es auf Platz 1 der US-Dance-Charts – keine schlechte Leistung für eine Debütsingle. Nun möchte „Kat“ den deutschen Markt erobern und der Song besitzt durchaus das Kapital, um sich als Sommerhit in Deutschland durchzusetzen. [...mehr]
Das neue Album “Hard Candy” von Madonna ist angekündigt und die bereits veröffentlichte Single ”4 Minutes” lässt durchaus die Vermutung zu, dass ihr Album um ein weiteres Mal avanciertesten Pop bieten wird – aus dessen Oberliga lässt sich Madonna nicht verdrängen. War ihr letzter Hit “Hung Up” noch an ABBA orientierter Electro-Pop, so klingt das neue Duo mit Justin Timberlake eher nach dessen typischem R’n'B-Sound.
Nun hat dann auch die leidige Diskussion wieder begonnen, die mit jedem Lebenszeichen der Diva verbunden ist – die Frage von zunehmendem Alter und kaschierender Performance. Ausgerechnet 50 ist sie dieses Jahr und gibt sich im Duett mit Justin Timberlake dennoch mit der Arrogannz, die nur der Jugend zusteht. Die vom demographischen Wandel ernüchterte Öffentlichkeit kommt in ihrem Neid darauf, dass Popstars eben nicht wie Normalsterbliche altern müssen, nicht umhin, dies “peinlich” zu finden. Das Gegenteil ist der Fall – der peinlichste und unangenehmste Moment von Madonnas Karriere war der, an dem sie die Diktaroren-Gattin Evita Perón mimte – von solch gesetzter Mütterlichkeit hält sie sich in Zukunft hoffentlich fern.
Wen kümmert es ob ihre Jugendlichkeit die Folge von Yoga, Buttermilch oder digitaler Retusche ist – es ist schlicht zu akzeptieren, dass selbst eine Madonna in der Midlife-Crisis die besseren Hits produziert. Es ist auf jeden Fall noch lange nicht Zeit, mit übergroßer Sonnenbrille in die kamerafeindliche Diven-Rente zu gehen. [...mehr]
In Zeiten, wo man bei DSDS auf der Suche nach einem neuen Superstar ist, hat im Schatten des omnipräsenten TV-Ereignisses ein ehemaliger Superstar ein neues Album veröffentlicht – Alexander Klaws.
Mit seinem neuen Album, das ausschließlich mit deutschen Texten besungen ist, möchte Alexander Klaws vor allem eines nachweisen, dass man nach einem Jahr Superstar nicht abgeschrieben ist. Als erster Superstar besitzt Klaws noch ein Privileg, auf welches sich seine Nachfolger nicht mehr berufen können. Zudem knackte seine Debütsingle „Take me tonight“ die magische Marke von einer Millionen verkaufter Platten, heute rund fünf Jahre später im Zeitalter des illegalen Downloads von Mp3 eine unvorstellbar große Anzahl. Als auch noch sein zweites Album auf die Spitzenposition der deutschen Charts stürmte, war man sich eigentlich sicher, dass Alexander Klaws sich dauerhaft im Business etablieren kann.
Sein drittes Album „Attention“ veröffentlichte der heute 25jährige vor fast genau zwei Jahren und musste die bittere Erfahrung machen, dass sein einstiger Ruhm nicht mehr ausreichte, um an die Spitze zu kommen, so landete das Werk letztendlich auf Platz 20. Trotz annehmbarer Musik verschwand das Album im Nirgendwo der Musikgeschichte.
Nun also der Neustart mit deutschen Texten. Klaws ist sich sicher, dass die Fans ihn nicht vergessen haben und die Arbeit an seinem neuen Album honorieren werden. Zusammen mit seinem neuen Album ist die Single seit dem 4. April in den Läden erhältlich. Mal sehen, ob Klaws sich gegen seine vermeintlichen Nachfolger wie Benni Herd und Fady Maalouf durchsetzen kann, die gemeinsam mit den anderen Mottoshow-Kanditen eine Single aufgenommen haben. [...mehr]
Bei Moby gibt es nur zwei Meinungen, entweder man mag ihn oder eben nicht. Sein provozierendes Auftreten lässt keine Meinung keine Zwischenmeinung zu und das er damit sich manchmal den Zorn seiner Kollegen zuzieht, scheint dem unscheinbar wirkenden Künstler ziemlich egal zu sein.
Jetzt hat der 42jährige Musik- und TV-Star wieder ein neues Album produziert, dass wieder für Diskussionsstoff sorgen wird. Allein schon das Video zu „Disco Lies“ ist wieder ein künstlerische Provokation, ein Statement gegen die Fleischindustrie. Der überzeugte Vegetarier Moby lässt ein Huhn in Menschengestalt Jagd auf einen Hühnerfabrikanten machen, der am Ende des Videos regelrecht abgeschlachtet wird. Die Kleidung des Huhnes erinnert dabei unheimlich an einen Mafiosi einer Low-Budget Fernsehserie, was sicherlich auch gewollt zu sein scheint.
“Ich finde es wichtig, über Verantwortung nachzudenken. Jeder Mensch trägt die Verantwortung über sein eigenes Tun und Lassen. Und Hühner haben auch Gefühle. Die Hühner in den Legebatterien – sie leiden.”, äußerte Moby gegenüber MTV. Weiter meinte er: „Ich verzichte nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auf alle tierischen Produkte, auf Eier, Milch, Käse. Selbst wenn es weh tut”
Ob das Video allerdings zum allgemeinen Wachrütteln beiträgt, darf eher bezweifelt. Vielmehr werden viele Zuschauer verwirrt mit den Köpfen schütteln und dies als Geringfügigkeit abtun, weil es gerade Mode ist, darüber zu reden. Damit hätte Moby seinem Image wieder Genüge getan, denn wirklich ernst genommen wird er selten. Die Platte selbst ist hörenswert, wird von der breiten Masse aber vermutlich eher ignoriert werden.
Sorry Moby, in Zeiten von DSDS und Benni Herd hat dieses Album keine Chance in Deutschland. [...mehr]
Eigentlich wollte ich es vermeiden, über die DSDS in diesem Blog zu schreiben. Dieser Plattform des Fremdschämens wollte ich eigentliche keine Bühne geben, allerdings kann man eine Sendung, die eine solch große Resonanz erzeugt, nicht außen vor lassen.
Nachdem beim Vorsingen und Recall die Ratgeber wie Bohlen & Co die Spreu vom Weizen getrennt haben, offenbaren sich zumindest so etwas wie musikalische Ansätze. Einer der hoffnungsvollsten Talente der 5. Staffel von DSDS ist Fady Maalouf, ein Halblibanese, der erst vor anderthalb Jahren nach Deutschland gekommen war. Seine familiäre Herkunft hätte ihm aber fast die Teilnahme an den Mottoshows gekostet, denn laut seinem Pass wäre Maalouf eigentlich zu alt für DSDS. Damit hatte die Show natürlich ihren ersten Skandal, der aber recht schnell geklärt werden konnte, denn Fady Maalouf konnte den Verantwortlichen eine Geburtsurkunde vorlegen, die beweist, dass er im Jahre 1979 geboren wurde und somit ein Start bei „Sangeswettbewerb“ gerechtfertigt ist.
Fady Maalouf gilt jedenfalls bei vielen Fans als Favorit auf den Titel „Superstar“. Gesanglich konnte er bisher voll überzeugen und sein Äußeres verschafft ihm zusätzlich Sympathien. Bei der ersten Mottoshow ging er mit Musik von Michael Bublé an den Start. Man darf gespannt sein, wie sich die Show weiterentwickeln wird. Das Schema Mark Medlock zieht jedenfalls nicht mehr, denn mit Jermaine ist das Duplikat des Vorjahresgewinners bereits ausgeschieden.
Hier gibt es aktuelle News zu den Mottoshows, Benni Herd und Fady Maalouf.
Fadys neue Single “Blessed” zum Reinhören
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Mit diesem Erfolg hatte wahrscheinlich wieder einmal nur Stefan Raab selbst gerechnet, als er die Casting-Show „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ ins Leben rief, um einen wirklichen Musikstar für Deutschland zu finden, um schließlich die Schweizerin Stefanie Heinzmann als Siegerin zu küren.
Stefanie Heinzmann entspricht nicht gerade jenem Anforderungsprofil, wie es momentan gerade auf DSDS gesucht wird, aber mit ihrer unbekümmerten und schüchternen Art hat die sympathische Schweizerin scheinbar sofort die Herzen der deutschen Fans erobert. Seit sieben Wochen ist ihr Hit „My man is a mean man“ in den deutschen Single-Charts in den Top Ten platziert. Seit vergangenem Freitag gibt es nun das neue Album von Stefanie Heinzmann in den Läden zu kaufen. Der Titel „Masterplan“ könnte der soliden Karriereplanung der jungen Sängerin entsprungen sein, die sich neben ihren Auftritten noch auf die Schule konzentrieren will. Keine schlechte Variante, denn wie oft hat man es in Deutschland schon erlebt, dass so manches Pop-Sternchen wieder im Nirvana verschwunden ist, oder kennen sie noch Tobias Regner oder Alexander Klaws. Selbst Max Mutzke, der erste Casting-Star von Stefan Raab, der für Deutschland beim Grand Prix startete, konnte mit seinen Alben keinen großen Coup landen, auch wenn die Musik wesentlich wertvoller anzusehen ist wie andere Produkte jener Casting-Stars.
Bei Stefanie Heinzmann habe ich aber das Gefühl, dass hier durchaus eine Sängerin heranreift, die über Jahre hinweg im Musikbusiness bestehen könnte. Mal sehen, wie „Masterplan“ bei den deutschen Fans ankommen wird.
Masterplan:
1. Masterplan
2. My Man Is A Mean Man
3. Like A Bullet
4. Can’t Get You Out Of …
5. I Betcha She Doesn’t …
6. Don’t Call This Love
7. Revolution
8. Free Love
9. If I Don’t Love You Now
10. Painfully Easy
11. Best Thing You Ever Did
12. Only So Much Oil In …
13. Do Your Thing
14. Xtal [...mehr]
Folkpop=Volksmusik, an dieser Stelle eine völlig falsche Bezeichnung für die dänische Sängerin Tina Dico. Volksmusik in Sinne der deutschen Wahrnehmung, in welcher eine heile Welt gerne propagiert wird, ist für diese Art der Musik vollkommen falsch.
Die 30jährige Tina Dico, deren bürgerliche Name Tina Dickow ist, hat sich in der Musikszene vor allem als Songwriterin einen Namen gemacht, hat aber nebenbei schon immer selbst eigene Musik gemacht. Die in Dänemark sehr populäre Sängerin hat zwar in Deutschland noch keinen großen Bekanntheitsgrad, aber hat sich insoweit schon etabliert, dass sie demnächst auf Tour gehen wird.
Der Weg hin zur Sängerin war bei Tina Dico ein schleichender Prozess. „Es gab da nicht den einen großen Moment, an dem ich wusste, dass Musik mein Weg sein soll. Es passierte langsam, fast schleichend.“ Zwar kam sie dank ihres Vaters schon recht früh mit der Musik in Berührung, entschloss sich aber zunächst für ein Studium der Religionswissenschaften, welches sie aber nicht abschloss. Ein großer Schritt für die junge Künstlerin war der Weg nach England, der aber entscheidend dazu beitragen sollte, dass sie sich als Songwriterin etablieren konnte.
2004 erhielt Tina Dico den Danish Music Award als beste Songwriterin, 2006 als beste Sängerin. Ihr Album „in the red“ erreichte in Dänemark Platz 1 der Album-Charts. Es wäre schön, wenn es ihr gelingen würde, sich auch in Deutschland einen Namen zu machen, abseits der Kuschelsongs und anderen Kuriositäten.
Die No Angels haben es geschafft – sind werden Deutschland beim Eurovision Song Contest in Belgrad vertreten und die ganze Nation wird mit fiebern.
Die ganze Nation? Wohl eher fraglich, denn die Glanzzeiten des Eurovision Song Contest liegen schon lange zurück. Wo einst Nicole mit ihrem Hit „Ein bisschen Frieden“ noch für geeinten Jubel in Deutschland sorgte, herrscht heute eher geballte Langeweile. Dank des enormen Zuwachses an osteuropäischen Nationen ist Wettbewerb eher zu einem brüderlichen Austausch von Punkten geworden, der eigentliche Wettbewerb existiert kaum noch. Auch die Gewinner der vergangenen Jahre überzeugten mehr durch das Drumherum als durch die Musik selbst. Seriöse Vertreter wie Roger Cicero, den Deutschland im vergangenen Jahr ins Rennen schickte, landen im Niemandsland des Eurovision Song Contest.
Nun also die No Angels, deren wirkliche Erfolge schon etwas länger zurückliegen. Das Auferstehen der Band nach ihrer künstlerischen Pause ist wohl mehr dem Misserfolg der einzelnen Solisten geschuldet. Auch das neue Album landete nur kurzzeitig auf Platz 4 der Charts und ist nicht wirklich überzeugend. Den Erfolg beim Vorausscheid haben die vier leicht bekleideten Mädels wohl noch ihrer Fangemeinde zu verdanken, immerhin konnte man sich im direkten Duell gegen Musical-Sängerin Carolin Fortenbacher durchsetzen.
Mal ehrlich, auch die No Angels mit ihrem Hit “Disappear” werden keine neue Euphorie für den Eurovision Song Contest entfachen. [...mehr]
Ich + ich. Irgendwie kennt man sie- oder ihn? Oder es? Man kennt sie eben doch nicht. Da ich + ich derzeit auf Tour sind, ist es doch längst an der Zeit diese Band ein wenig näher zu beleuchten.
Hinter dem schlichten, aber dennoch interpretationsfähigem Bandnamen “ich + ich” stecken zwei Menschen namens Anette Humpe und Adel Tawil, die die Musikwelt mit melancholischer Popmusik bereichern.
Wie es zu “ich + ich” kam ..
2004 lernten sich die Anette und Adel in einem Berliner Tonstudio kennen. Dort sollte Adel singen und Anette wurde dadurch auf ihn aufmerksam. Dann ging alles ganz schnell. 2005 produzierten dann die beiden ihr erstes Album, welches am 18. Januar auf den Markt kam.
Die erste Single (Geht’s dir schon besser?) aus dem Album stieg sofort in die Charts ein, genau wie Du erinnerst mich an Liebe und Dienen, die sogar in die Top 10 kamen. 2006 folgte dann ihre erste (und sehr erfolgreiche) Deutschlandtournee. Das aktuelle Studio Album “Vom selben Stern” erschien am 29. Juni 2007, woraus die erste gleichnamige Single gekoppelt wurde. Am 9. November 2007 folgte die zweite Single-Auskopplung Stark.
Der Name ist Programm!
Manchmal wundert man sich über die Namen oder “Macken” verschiedener Bands. So auch bei ich + ich, könnte man zuerst vermuten, dass nur eine Person dahinter steckt. Besucht man die Konzerte fühlt man sich in seine ersten Ratespiele zurückversetzt, denn Anette ist bei den Live Konzerten nicht dabei.
Grund: Für sie unerträgliches Lampenfieber und ihre Rolle als allein erziehende Mutter.
Dafür überlässt sie Adel auch den Ruhm, denn auf den Tourplakaten kann man das Portrait von Adel und die Schrift “Adel Tawil in concert” lesen. Respekt für ein solch Verantwortungsvolles und faires Verhalten! Das haben andere Stars ja bekanntlich nicht drauf..
Diskografie:
Alben:
2005:
Ich + Ich
2007:
Vom selben Stern
Singels:
2004:
Geht’s Dir schon besser?
2005:
Du erinnerst mich an Liebe
Dienen
Umarme mich
2007:
Vom selben Stern
Stark
2008:
Junk [...mehr]
In der kommenden Woche erscheint das von vielen deutschen Fans sehnlichst erwartete Album von Leona Lewis in den Plattenläden. Die britische Sängerin gilt in Fachkreisen schon als Nachfolgerin von Mariah Carey. Die 22jährige begeistert vor allem durch ihre beeindruckende Soulstimme, die so einfühlsam und gleichzeitig kraftvoll raumerfüllend ist.
Die gutaussehende Lewis verdiente sich ihre ersten Spore bei der britischen Casting-Show „The X-Factor“. Dort überstand sie alle möglichen Qualifikationsrunden und setzte sich schließlich im Finale der mit einer Million Pfund dotierten Show mit dem Song „A moment like this“ durch. Schon einen Tag vor dem eigentlichen Finale lagen über eine Million Plattenvorbestellungen vor. Endgültig in die Dimension eines Weltstars beförderte sie die Single „Bleeding love“, die in Großbritannien sieben Wochen auf Platz 1 rangierte. In Deutschland veröffentlichte sie die Single als Vorauskupplung ihres neuen Albums und auch hier ist absehbar, dass sie sich in den höheren Chartregionen wiederfinden wird.
Tracklist von „Spirit“
• Bleeding Love
• Whatever It Takes
• Homeless
• Better In Time
• Yesterday
• Take A Bow
• I Will Be
• Angel
• Here I Am
• I’m You
• The Best You Never Had
• The First Time Ever I Saw Your Face
• Footprints In The Sand [...mehr]




