Die Freelance Whales und die Broken Records beehrten unsere Hauptstadt am gestrigen Abend  nicht nur mit ihrer bloßen Anwesenheit sondern auch mit dem wundervollen Produkt ihrer Kreativität: ihrer Musik. Hier gibt’s den Bericht zum Konzert im Magnet Club.

Der gestrige Abend im Magnet zählte mit Sicherheit zu den besten, die die Berliner Clubszene zu bieten hat. Die Freelance Whales eröffneten das Konzert mit einer wundervollen Mischung aus anheimelndem Folk, metallisch-elektronischen Klängen und einem Hauch fragilen Walgesanges, sowie einem herrlich verwirrenden Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel an den Instrumenten.

Die Broken Records legten um etwa 22 Uhr ordentlich nach. Mit ihrem ebenfalls folk-orientierten, orchestralen Alternativ-Rock-Sound und der eindrucksvoll facettenreichen Stimme von Sänger Jamie Sutherland standen sie den Freelance Whales in nichts nach.

Freelance Whales aus Brooklyn/NY

Die Freelance Whales sind echte Wale unter den Musikern. Sie können zauberhaft singen und machen großartige Musik! Auf der Bühne wirkt das Quintett aus Brooklyn aber keinesfalls unbeholfen und träge wie ein Pottwal, sondern eher wendig, zart und elegant wie ein Delfin auf seiner Reise durch das weite Meer.

In der Double-Headliner-Show mit den Broken Records in Berlin präsentierten die New Yorker sowohl Songs von ihrem Debüt-Album „Weathervanes“ als auch nagelneue aus ihrer Kreativfabrik in Brooklyn. Das Besondere daran: die fünf Multiinstrumentalisten wechselten ständig die Instrumente. Das Zirkeltraining für Musiker beinhaltete allerdings nicht nur klassisch Disziplinen wie Gitarre, Keyboard und Bass, sondern bezog auch ein indisches Harmonium mit Blasebalg und ein Xylophon mit ein.

Broken Records aus Schottland

Die folk-affinen Schotten aus Edinburgh werden in diesem Jahr bereits ihr drittes Album heraus bringen, von dem sie schon jetzt einige Songs in Berlin verlauten ließen. Auch sie stehen für den anspruchsvoll orchestralen Indie-Sound ein und lassen kaum einen Wunsch offen. Deutlich selbstbewusster als der Sänger der Freelance Whales tritt jedoch Jamie Sutherland in den Vordergrund und scheint seinen Bandkollegen so maches Mal den Rang abzulaufen. Da ist auch der ein oder andere schiefe Ton aus der Geige seines Bruders schnell vergessen.

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